22.06.2011

Senegal

Handys erinnern an Impftermine

Ein Programm von Plan verbessert die Gesundheit von Millionen Senegalesen in ländlichen Gebieten. Kleinere Gesundheitsposten und ein SMS-Dienst mit Erinnerungsfunktion bewirken dabei Großes.

Rund eine Million Menschen im ländlichen Senegal profitieren nun von einem Programm mit kleinen Gesundheitsposten. Die nächsten Kliniken oder Krankenhäuser sind meist weit entfernt. Kleine Gesundheitsposten auf dem Land können zumindest die Basisversorgung, zum Beispiel für Schwangere und Kinder, sichern. Sie bieten grundlegende Dienste an, so dass die Rate von schwerer Diarrhö bei Kindern unter fünf Jahren von 33 Prozent auf fast ein Prozent gesunken ist. Über 90 Prozent der Kinder erhalten jetzt Impfungen im Vergleich zu vor fünf Jahren, da waren es lediglich 53 Prozent.

Insgesamt leisten 331 Gesundheitsposten im Senegal Schwangerschafts- sowie Verhütungsuntersuchungen, Malariabehandlung, Ernährungsberatung und Impfungen. 

Via Handy an Impftermine erinnern

Plan Teams geben ihre Expertise und Unterstützung für Gesundheitshelfer an und haben den innovativen Einsatz von Handys initiiert, per SMS werden nun Mütter und ihre Familien an Gesundheitsuntersuchungen und Termine zum Impfen für Kleinkinder erinnert.

"Gesundheitsdienste in den Gemeinden können ausschlaggebend für die Verbesserung der Lebenssituation von Millionen Menschen auf der ganzen Welt sein", sagt Mie Takaki, Plan Länderdirektorin im Senegal. "Sowohl die Gemeinden als auch das bestehende Gesundheitssystem sind mitverantwortlich und können einen ungemeinen Einfluss auf das Leben von Kindern haben."

Das auf fünf Jahre angelegte Programm wird über USAID finanziert und von einem Konsortium von Nichtregierungsorganisationen wie Plan durchgeführt. Das Programm wurde konzipiert, um das senegalesische Gesundheitssystem zu stärken und diejenigen zu erreichen, die am Verletzlichsten sind. 

Plan im Senegal

Plan arbeitet seit 1982 im Senegal in derzeit 71 Gemeinden. Im Finanzjahr 2010 wurden 37.646 Patenkinder betreut. Vor allem in den ländlichen Gebieten ist die medizinische Versorgung unzureichend. Die wenig vorhandenen Gesundheitsstationen sind mangelhaft ausgestattet und ausgebildetes medizinisches Personal fehlt. Viele Kinder sind geschwächt, weil sie mangel- bzw. fehlernährt sind. Die Impfrate ist niedrig. Oft sterben Kinder an vermeidbaren Krankheiten wie Malaria, Diarrhö, Masern, Tetanus oder Atemwegsinfekten.

AddThis Social Bookmark Button