International
Globale Bildungskampagne: Schlechte Bildungssituation für Mädchen
Die globale Bildungskampagne, in der sich auch Plan engagiert, weist in ihrem Bericht "Make it right: Ending the crisis in girls' education" auf die Bildungsmisere von Millionen Mädchen hin.Die internationale Global Campaign for Education weist zusammen mit RESULTS in ihrem neuen Bericht "Make it right: Ending the crisis in girls' education" auf die Bildungssituation von Millionen Mädchen in Entwicklungsländern hin. Durch Armut, fehlende Sicherheit und frühe Verheiratung wird ihnen Bildung verwehrt. Obwohl die Einschulungsraten von Mädchen in den vergangenen Jahren angestiegen sind, brechen noch immer zu viele Schülerinnen die Schule ab. Die Gründe hierfür sind vielfältig.
Armut ist eines der größten Bildungshemmnisse für Mädchen. Sie müssen oftmals im Haushalt mitarbeiten oder zum Familieneinkommen mit schlechtbezahlten, ausbeuterischen Jobs beitragen. Viele Eltern können die Kosten für Schuluniform und Lernmaterialien nicht aufbringen. Auch gebührenfreie Schulangebote lösen das Problem nicht, wenn zum Beispiel zu wenig weibliche Lehrkräfte unterrichten oder es keine angemessenen sanitären Anlagen für Mädchen gibt.
Frühe Verheiratung als Bildungshindernis
In einigen Ländern werden Mädchen schon als Kinder oder Jugendliche verheiratet. Bildung schützt. In Mosambik sind Mädchen, die eine Schule besuchen, zu 50 Prozent weniger gefährdet, vor dem 18 Lebensjahr verheiratet zu werden.
Die Präsidentin der Global Campaign for Education, Camilla Croso: "Die Welt sollte die andauernde Verletzung der Rechte von Mädchen und Frauen nicht länger hinnehmen. Nicht nur dass das Millenniumsziel der Vereinten Nationen ‚Geschlechtergerechtigkeit bei den Einschulungsraten bis zum Jahr 2005‘ längst verfehlt wurde, auch das Ziel des Abbaus der Geschlechterdisparitäten bis zum Jahr 2015 ist in weite Ferne gerückt."
Die Globale Bildungskampagne fordert, Mädchen und Frauen eine faire Chance auf Bildung zu ermöglichen. Dazu gehören unter anderem gebührenfreier Unterricht sowie Sicherheit und Schutz für Schülerinnen. Bildungssysteme müssen gestärkt werden, damit mehr Mädchen und Frauen lernen können.
Wer steht hinter der Globalen Bildungskampagne?
Die Global Campaign for Education (GCE) ist ein Bündnis von Entwicklungsorganisationen und Bildungsgewerkschaften und in mehr als 120 Ländern aktiv. In Deutschland engagieren sich in der Globalen Bildungskampagne CARE, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, die Kindernothilfe, Oxfam, Plan, Save the Children, UNICEF, die Welthungerhilfe, der World University Service und World Vision.
Weitere Informationen zur Kampagne und dem aktuellen Bericht finden Sie hier.
Plan macht auch mit Because I am a Girl auf die Situation von Mädchen im Bildungsbereich aufmerksam, lesen Sie hier mehr dazu.




