International
"Global Warning" - Plan in Kopenhagen
Beim Weltklimagipfel in Kopenhagen verhandeln derzeit Vertreter aus 192 Staaten bis zum 18.12. über ein neues Klimaabkommen. Unter dem Motto "Global Warning" startete Plan vor Ort seine Aktivitäten.Vor allem Kinder in den Entwicklungsländern leiden unter den Folgen des Klimawandels. Um darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig es ist, Kinder und Jugendliche in Entscheidungsprozesse einzubinden, die sie betreffen, startete Plan unter dem Motto "Global Warning" am 12. Dezember in Kopenhagen seine Aktivitäten: Acht junge Journalistinnen und Journalisten aus England, Indonesien, Kenia, Schweden und den Niederlanden fühlen den Delegierten, dem Ältestenrat und Mitgliedern von Nichtregierungsorganisationen und UN-Organen auf den Zahn und berichten live aus Kopenhagen über die aktuellen Entwicklungen der Verhandlungen. Mit Video- und Radioberichten sowie Zeitungsartikel und Blog-Beiträgen stellen sie ihre Sicht auf die Konferenz dar.
Die 13-jährige Beatrice aus Kenia, eine der acht Jugendlichen, sagt dazu: "Der Klimawandel wirkt sich schon jetzt auf meine Gemeinde aus. Ich freue mich auf den Tag, wenn alle Menschen verstehen, warum Umweltschutz so wichtig ist und helfen, den Klimawandel aufzuhalten. Wir Kinder sind Eure Zukunft und wenn wir uns jetzt mit den Folgen des Klimawandels auseinandersetzen, können wir später unsere Länder retten."
Mit einem Informationsstand präsentiert Plan Beispiele von Aktivitäten zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung sowie Verbesserungsvorschläge von Kindern aus aller Welt an die Politik.
Plan ist Mitglied der Koalition "Children in a Changing Climate" (Kinder im Klimawandel), die am 15.12. eine Veranstaltung über den Wert der Kinderbeteiligung für alle Entscheidungsebenen und Aktivitäten zum Klimaschutz organisiert.
Plan fordert die Einhaltung der Kinderrechte
Die Regierungen dürfen auch bei den Klimaverhandlungen ihre Verpflichtung gegenüber den Kinderrechten nicht vernachlässigen. Sie und alle Klimaschutz-Organisationen müssen Kinder stärker in ihre Entscheidungen im Rahmen des Klimawandels einbeziehen, denn es geht um den Schutz der Zukunft aller Kinder. Plan appelliert dabei an die Generationengerechtigkeit und fordert die Regierungen auf, die Interessen von Kindern in ihre Verhandlungen einzubeziehen und eine faire, zukunftsorientierte und vor allem für alle bindende Vereinbarung zu treffen.
Die Forderungen von Plan
Die Regierungen sollen
• sich zur Reduzierung der CO2 Emissionen entsprechend dem neuesten Stand der Klimaforschung bekennen.
• den Risiko-Ländern mehr Mittel für die Klimaanpassung zur Verfügung stellen.
• sicherstellen, dass nationale Aktionsprogramme zur Klimaanpassung (NAPA) Kinder einbeziehen und schützen.
Plan unterstützt außerdem die weltweite Kampagne Tcktcktck und ihren "Globalen Klima-Weckruf". Die Tcktcktck ist eine internationale Koalition von Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, Kirchen und zivilgesellschaftlichen Gruppen.




