28.07.2011

Guatemala

Gesund essen will gelernt sein

In Guatemala sind 43 Prozent alle Kinder unter fünf Jahren mangelernährt. Fast 60 Prozent dieser Kinder sind indigener Abstammung. Viele der Kinder ernähren sich ausschließlich von Tortillas und werden kaum mit Proteinen versorgt. 2007 startete Plan in dem Dorf Chibax ein Projekt zur Nahrungssicherung.

Fast jedes zweite Kind unter fünf Jahren ist in Guatemala mangelernährt, was vor allem an einer einseitigen Ernährung liegt. Plan setzt mit Ernährungsschulungen an, um dieses Problem zu lösen. Dazu gehören unter anderem Kochkurse, aber auch Landwirtschaftskurse und Gemeindegärten. Mit der Anzucht von lokalem Saatgut wurden im Rahmen des Projekts Familiengärten gegründet sowie den Bauern gezeigt, wie sie Kompost selbst herstellen können. Zusätzlich haben ca. 1.000 Frauen neue Rezepte gelernt, um sicherzustellen, dass ihre Kinder nährstoffreiche Kost zu sich nehmen.

Bessere Ernährung und konstante Lebensmittelversorgung
Durch das Projekt wurde für die Menschen in der betroffenen Gemeinde eine bessere Ernährung sowie eine regelmäßige Lebensmittelversorgung erreicht. Durch den Gebrauch von biologischem Kompost anstelle von auf dem Markt gekauftem Dünger ist es den Bauern möglich, Geld zu sparen und sogar mehr zu produzieren als vorher.

Ein weiterer Punkt ist, dass die Menschen der Gemeinde nun nicht mehr den mehrstündigen Fußmarsch auf sich nehmen müssen, um ihre Nahrungsmittel auf Märkten in der Umgebung zu kaufen. Besonders bemerkenswert sind die Verbesserung der Ernährung der Kinder und die gleichzeitige Stärkung des Gemeinschaftssinnes innerhalb der Gemeinde durch die Gründung von Rezeptgruppen.

"Ich teile gerne die Rezepte, die ich zusammen mit den anderen Frauen gelernt habe", sagte ein Mitglied der Gemeinde. "Wenn wir zusammen kochen, bringen wir alles, was wir dafür benötigen, von unseren eigenen Gärten mit. So ist unser Essen frisch, voller Vitamine und es schmeckt."


Sehen Sie hier auch den kurzen Film zum Projekt.
 

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