Malawi
Aktionsplan gegen Kinderarbeit
Tabak ist Malawis Hauptexportprodukt. Oft müssen schon Kinder auf den Plantagen arbeiten. Plan hat mit der Regierung und anderen Organisationen einen Nationalen Aktionsplan gegen Kinderarbeit ins Leben gerufen.Malawi gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. In dem südostafrikanischen Land verdienen vier Fünftel der Menschen ihren Lebensunterhalt direkt oder indirekt mit dem Anbau von Tabak. Weil Kinder billige Arbeitskräfte sind, werden sie vielfach als Hilfskräfte auf Tabakplantagen eingesetzt. Oft müssen sie mehr als zwölf Stunden am Tag arbeiten, erleiden Demütigungen und körperliche Gewalt.
Nationaler Aktionsplan
Im Mai 2010 trafen 20 Nichtregierungsorganisationen - darunter Plan, Unicef, Eye of the Child - mit Vertretern des Arbeitsministeriums zusammen, um wirksame Strategien gegen Kinderarbeit zu entwickeln. Die Teilnehmer berieten einen nationalen Aktionsplan gegen Kinderarbeit.
Plantagenbesitzer zum Umdenken bereit
McDonald Mumba, Kinderrechtsexperte von Plan Malawi: "Mehr als 2.000 Kinder konnten bisher aus dem Tabaksektor herausgeholt werden. Vor allem große Rohtabakhändler und Besitzer von großen Plantagen sind mittlerweile bereit, auf Kinderarbeit zu verzichten. Bei den kleinen Farmen müssen wir noch mehr Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit leisten."
2009 führte Plan einen Workshop mit Kindern durch, die auf Tabakplantagen arbeiteten und befragte sie zu ihren Arbeitsbedingungen. Die Veröffentlichung der Studie verstärkte die Bemühungen der malawischen Regierung und verschiedener Nichtregierungsorganisationen, Maßnahmen zur Bekämpfung der Kinderarbeit ins zu Leben rufen.




