18.03.2010

Niger

Frauen graben gegen Mangelernährung

Eines der größten Gesundheitsprobleme bei Kindern in dem westafrikanischen Land ist die Mangelernährung. Plan unterstützt Frauen beim Aufbau von Gemeindegärten – sie verbessern die Ernährungssicherheit und tragen zu einem eigenen Einkommen bei.

Weites, flaches Land. Zwischen Sträuchern und wenigen Bäumen leuchtet rötlicher Sand. So präsentiert sich in weiten Teilen die Region Tillabéri im Südwesten Nigers. Die Menschen sind angewiesen auf Niederschläge, um Landwirtschaft betreiben zu können. Bleibt die Regenzeit aus, verschlechtert sich die Versorgungslage rapide.

 

Frauengruppen fördern
In sieben Dörfern der Region unterstützt Plan Niger Frauengruppen dabei, eigenen Gemüsegärten anzulegen. Eines der Projekte liegt in Darbani, einem Dorf in der Nähe des Flusses Niger. Gemüse wird hier nicht oft angebaut, daher ist kaum Wissen über Methoden und Unterhalt von Gärten vorhanden.

 

"Schon seit längerem wollten wir mit dem Anbau anfangen, damit wir unsere Kinder unterstützen können, aber wir hatten nicht die nötige Ausstattung und konnten den Aufbau nicht finanzieren", erklärt Khadija, eine Frau aus Darbani.

 

Kooperation mit Regierungsstellen
Mithilfe des Regierungsbüros für Landwirtschaft sowie der Gesundheitshelfer in den Gemeinden bot Plan Schulungen zum Thema Ernährung und Gesundheit der Kinder an. Die Teilnehmerinnen wurden zudem informiert über die für ihre Umwelt besten Anbaumethoden. Wo am besten ein Garten gegraben werden sollte und welche Saatzeiten die verschiedenen Gemüsesorten haben, wurde ebenfalls vermittelt.

 

In Kochkursen probierten die Frauen aus, was aus den Früchten der gemeinschaftlichen Arbeit alles zubereitet werden kann. So wurde ausprobiert, wie schonend nahrhafte Mahlzeiten zubereitet werden können. Für den landwirtschaftlichen Einstieg auf dem privaten Mini-Acker lieferte Plan schließlich Saatgut und Werkzeuge.

 

Ausgewogener Speiseplan
Tomaten, Zwiebeln, Salat, Karotten, Kartoffeln, Kohl und Bohnen – viele Frauen können heute nach ihrem täglichen Bedarf wählen, was sie ernten möchten. In Darbani wurden verschiedene Nutzpflanzen an unterschiedlichen Stellen ausgesät. Ein Komitee überwacht, dass die Ernte gerecht geteilt wird. Und gibt es Überschüsse, können diese verkauft werden.

 

Seit 2005 engagiert sich Plan für bessere Ernährung in der nigrischen Provinz. Bisher wurden etwa 350 Frauen im Gemüseanbau unterrichtet und erhielten Ernährungstipps, wovon rund 2.500 Mädchen und Jungen profitieren. Die Zahl der unterernährten Kinder, die jeden Monat von Ernährungszentren der Region registriert werden, geht zurück.

 

 

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