Kamerun
Finanzprojekt bringt Bildung für Kinder
Viele Familien in dem afrikanischen Land können kaum ihren Lebensunterhalt bestreiten – geschweige die Bildung ihrer Kinder finanzieren. Mit Kleinkrediten für Frauen unterstützt Plan deren wirtschaftliche Unabhängigkeit und somit die Teilnahme ihrer Kinder am Unterricht.
Margaret lächelt, als sie Maissetzlinge an einen Kunden in ihrem neuen, eigenen Laden verkauft. Die Frau aus Boyo im Nordwesten des Landes erinnert sich noch gut an die Zeit vor drei Jahren. Da war sie eine gewöhnliche Hausfrau, sah den ganzen Tag auf dem Hof nach der Ernte – und kümmerte sich vor allem um ihre sieben Kinder.
Sie war fast ganz unten angelangt, als zwei ihrer Kinder wegen unbezahlter Gebühren aus der Schule geworfen wurden und Margaret die Grundbedürfnisse der Familie nicht mehr decken konnte.
Ausweg Frauengruppe
Die siebenfache Mutter trat daraufhin in eine örtliche Frauenkooperative ein, die zur Finanzierung ihres kleinen Ladens und damit eines eigenen Einkommens beitrug.
Auf diese Weise kann Margaret nun auch wieder ihren Kindern die Teilnahme am Unterricht ermöglichen. Deren Zukunft war gefährdet, weil sie selbst keine Kredite bekam, um ihre Lebensbedingungen zu verbessern.
Flexible Kredite
Die Kooperativen, die mit Unterstützung von Plan Kamerun arbeiten, verschaffen besonders bedürftigen Frauen Zugang zu Kleinkrediten. Etwa 10.000 Frauen profitierten in dem zentralafrikanischen Land schon von den finanziellen Dienstleistungen. Daneben werden Bildungsprogramme organisiert, die zum Beispiel die Verhandlungsstärke der Frauen oder ihre Produktivität verbessern helfen.
"Jede Frau erhält durch ihre soziale Gruppe einen Kredit, um wirtschaftliche Aktivitäten zu starten und ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften – mit flexiblen Rückzahlungen und Zinsen", erzählt Margaret. Auf diese Weise können auch kleine Ersparnisse gebildet werden. Diese werden – wie im Falle von Margaret – in die Familie und das eigene Geschäft investiert.




