22.03.2010

International

Erste Fußball-WM für Straßenkinder

In Durban in Südafrika endet heute die erste Fußballweltmeisterschaft für Straßenkinder. Mädchen und Jungen aus acht verschiedenen Ländern, die in ihrer Heimat auf der Straße leben, spielen in einem Turnier gegeneinander. Auch Plan war dabei – mit einem Workshop zum Thema Gewalt gegen Straßenmädchen.

Millionen Kinder dieser Welt leben auf der Straße, wo sie tagtäglich Gewalt und Missbrauch ausgesetzt sind. Für viele dieser Kinder ist Fußball die einzige Möglichkeit, wie andere Kinder unbekümmert zu spielen und sich so dem Stigma "Straßenkind" entziehen zu können.

 

Gut zwei Monate vor der Fußballwelt-meisterschaft in Südafrika kamen vom 10. bis zum 22. März  Straßenkinder aus acht verschiedenen Ländern in Durban in Südafrika zusammen, um in einem Fußballturnier –  dem Deloitte Street Child World Cup – gegeneinander zu spielen. Es ist die erste Fußballweltmeisterschaft von Straßenkindern. Das Projekt wurde von der britischen Menschenrechtsorganisation Amos Trust in Zusammenarbeit mit dem Gastgeber Umthombo Street Children ins Leben gerufen, einer Organisation, die sich vor allem um Straßenkinder kümmert.


Erste WM für Kids von der Straße


Erzbischof und Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu unterstützt die Weltmeisterschaft: "Der Street Child World Cup zeigt das enorme Potenzial jedes einzelnen Kindes, vor allem der Straßenkinder, die oft sehr unmenschlich behandelt werden. Ich bin stolz darauf, dass die allererste Fußballweltmeisterschaft für Straßenkinder in der Geschichte in Südafrika stattfindet - und ich fordere alle Regierungen auf, dafür zu sorgen, dass die Rechte dieser besonders diskriminierten Kinder eingehalten werden."

 

Acht Teams mit ehemaligen Straßenkindern aus Brasilien, Indien, Nicaragua, den Philippinen, Südafrika, Tansania, der Ukraine und England traten in den vergangenen Tagen gegeneinander an. Das Turnier findet an der University of Technology in Durban statt.

 

Mädchen am Ball

 

In jeder Mannschaft sind mindestens zwei Mädchen, von denen wiederum mindestens eines auf dem Spielfeld ist. Im Rahmen dieses Turniers veranstaltete Plan am 21. und am 22. März. mit den Kindern einen Workshop zum Thema Gewalt gegen Straßenmädchen.

 

Mary Matheson von der Plan Koordinierungsstelle, die die Mädchen während des Fußballturniers begleitet und filmt, berichtet im Blog Weltgeschichten von ihren Eindrücken.

 

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