Deutschland
Erfolgreiche Frauen setzen sich für Plan ein
In ihrem Buch "Female Leadership – DIE MACHT DER FRAUEN – Von den Erfolgreichsten der Welt lernen" portraitiert die Publizistin Kerstin Plehwe herausragende Frauen. Ein Teil des Erlöses kommt Plan zugute.Über 60 "Role Models" aus aller Welt, darunter Staatspräsidentinnen, Nobelpreisträgerinnen, Unternehmerinnen, Menschenrechtlerinnen und Olympiasiegerinnen, sprachen mit der Autorin über Herausforderungen, persönliche Vorbilder und Erfahrungen, ihren beruflichen Werdegang, ihre Familie, ihr Leben. Persönliche Lebensmottos und Ratschläge an die nächste Generation, Einsichten in Gestalt von 10 Fragen und Antworten sowie ein ausführlicher Praxis-Ratgeber ergänzen die facettenreichen Interviews.
Eine der Kernfragen des Buches ist: Welche Umstände und Persönlichkeitsmerkmale braucht es, um heutzutage als Frau erfolgreich zu sein? "Die sehr persönlichen Geschichten und Einsichten der Female Leader im Buch haben das Potenzial", so die Autorin, "Andere zu ermutigen, sich auf die Suche nach Antworten auf genau diese Frage zu begeben."
Auch Marianne M. Raven, die ehemalige Geschäftsführerin von Plan Deutschland, die das Kinderhilfswerk seit 1989 mit aufgebaut und begleitet hat und im Dezember 2010 die Geschäftsführung des Plan Shops übernommen hat, stellt sich in diesem Buch den Fragen von Kerstin Plehwe.
Ein Teil des Erlöses aus dem Verkauf des Buches geht auch an Plan. Damit werden zwei Projekte unterstützt, die vor allem jungen Mädchen die Möglichkeit geben, ihren Lebensweg selbst zu bestimmen und erfolgreich zu gestalten.
Befreiung der Kamalari-Mädchen
Kinderarbeit ist in Nepal seit 2000 offiziell verboten. Dennoch gehört die Ausbeutung vieler Mädchen der Tharu - einer Ethnie im Südwesten des Landes nahe der indischen Grenze - zum Alltag. Sie werden als sogenannte "Kamalari - hart arbeitende Frauen" für einen Minimallohn von 40 bis 50 Euro jährlich verkauft. Schon im Alter von fünf Jahren müssen sie als Hausmädchen für wohlhabende Familien und Großgrundbesitzer schuften. Ihre Arbeitstage sind 14 bis 16 Stunden lang, oft sind sie Gewalt und sexuellem Missbrauch schutzlos ausgesetzt.
Stipendien für Mädchen in Bolivien
Im Schulsystem Boliviens gab es in den letzten Jahren viele Verbesserungen. Dies zeigt sich vor allem in höheren Einschulungs- und Abschlussraten an Grundschulen. Gerade in ärmeren, ländlichen Gebieten ist jedoch der Anteil der Mädchen und Jungen, die nach der Grundschule eine weiterführende Schule besuchen und abschließen, sehr gering. So besuchen in der Gemeinde Yunchará im Bezirk Tarija nur etwa 22 Prozent der Jungen und 15 Prozent der Mädchen eine weiterführende Schule.
Mädchen müssen die Schule häufig vorzeitig verlassen, um im Haushalt zu helfen oder auf ihre jüngeren Geschwister aufzupassen. Die Schulwege sind mitunter sehr lang und nicht ungefährlich, sodass Eltern aus Sorge um die Sicherheit die Mädchen zu Hause lassen.
Häufig haben Familien zudem nicht die finanziellen Möglichkeiten, um anfallende Kosten für Schulmaterialien und Schulausstattung zu tragen. Oftmals ziehen Eltern in andere Landesteile auf der Suche nach Arbeit und lassen ihre Kinder unter der Aufsicht der älteren Geschwister zurück. Auch diese haben nicht die Möglichkeit, ihre jüngeren Geschwister zur Schule zu schicken.
Plan möchte durch die Vergabe von Stipendien Mädchen und jungen Frauen zwischen 14 und 18 Jahren den Besuch einer weiterführenden Schule ermöglichen. Damit werden die Schul- und Prüfungsgebühren abgedeckt, die Mädchen erhalten Materialien wie Schultaschen, Hefte und Stifte und sie bekommen auch die Möglichkeit, zur Unterbringung in Wohnheimen. Gleichzeitig wird durch Schulungen und Informationsveranstaltungen in den Gemeinden das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer weiterführenden Bildung für Mädchen gestärkt.




