09.12.2008

Simbabwe

Einsatz gegen Cholera

In Simbabwe sind mehrere Hundert Menschen an Cholera gestorben, tausende weitere sind erkrankt. Plan verteilt Medikamente und sensibilisiert Menschen dafür, wie sie sich vor der Krankheit schützen können. Die Situation in den Programmgebieten ist relativ stabil.

Die gesundheitliche Situation in Simbabwe ist schlecht – vor allem in dicht besiedelten Regionen. In der Hauptstadt Harare ist beispielsweise die Kanalisation veraltet, Abwasserrohre sind zerborsten und die Gefahr von verunreinigtem Trinkwasser ist groß. Dazu kommt, dass in der Hauptstadt Wasserreinigungsmittel knapp geworden sind.


Plan hat sich einem Team von humanitären Organisationen angeschlossen, um einem weitflächigen Cholera-Ausbruch entgegenzuwirken. Ebenso unterstützt Plan die Regierung in den von Cholera betroffenen Regionen. In Mutoko, wo bislang drei Menschen an Cholera starben und weitere 59 erkrankten, wurden 1000 Liter Benzin sowie Medikamente im Wert von 3.000 US-Dollar zur Verfügung gestellt.

Lage in Programmgebieten stabil
Die Situation in den Programmgebieten ist dank der gut funktionierenden Gesundheits- und Sanitärprojekte relativ stabil. Doch erste Cholerafälle werden nun auch von hier gemeldet. Plan bereitet sich entsprechend vor: In den Programmgebieten Mutare, Chiredzi und Chipinge wurden dem Katastrophenteam des Gesundheitsministeriums Infusionen, Reinigungsmittel, orale Rehydrationsmittel und Einweghandschuhe im Wert von 15.000 US-Dollar zur Verfügung gestellt. Zudem verteilt Plan Informationsmaterial über Cholera und sensibilisiert Menschen, wie sie eine Ansteckung vermeiden können.


Schwere Wirtschaftskrise

Auch die anhaltende schwere Wirtschaftskrise macht den Menschen im Land stark zu schaffen. Aufgrund der Hyperinflation dürfen pro Person täglich nur noch 500.000 Simbabwe Dolllar abgehoben werden. Dafür kann gerade ein Brot gekauft werden. Viele Geschäfte sind leer. Am 28. November plünderten Soldaten verschiedene Geschäfte in Harare.

 

Arbeitsbedingungen für Plan

Plan kann trotz der schwierigen Lage in allen Programmgebieten arbeiten, wenngleich die Knappheit vieler Güter die Situation manchmal erschwert. Die Zentralbank Simbabwes hat am 12. November 2008 allen im Land tätigen Nichtregierungsorganisationen erlaubt, lokale Warenlieferungen und Dienstleistungsanbieter in ausländischer Währung zu bezahlen. Zurzeit importiert Plan Simbabwe den Großteil der Waren und Materialien aus Nachbarländern, insbesondere aus Südafrika. Auch gibt es einige lokale Geschäfte, die eine Zulassung zum Verkauf von Waren in ausländischer Währung erhalten haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

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