Pakistan
Effektive Katastrophenvorsorge
Es war die schwerste Flutkatastrophe seit Jahrzehnten, die im Juli weite Teile Pakistans unter Wasser setzte. In einer Region wurde dank Plans Katastrophenvorsorge Schlimmeres verhindert.Der Notstand hält in Pakistan trotz gesunkener Pegelstände an. Im südlichen Punjab kehren die Menschen in ihre Häuser zurück, dennoch sind sie weiterhin auf Unterstützung angewiesen, um durch den Winter zu kommen. Plan verteilt spezielle Winter-Pakete an 10.000 Haushalte mit Matratzen, Decken und Schals.
In den kommenden Monaten wird sich auch eine Nahrungsmittelknappheit bemerkbar machen und erfordert weitere Hilfestellungen im Jahr 2011 in diesem Bereich. Bislang wurden Nahrungsmittelpakete an 18.000 Familien sowie Milchpakete an 20.000 Kinder ausgegeben. In der akuten Phase der Überschwemmung erhielten 256.615 Menschen warme Mahlzeiten.
Schwerpunkt Bildung beim Wiederaufbau
Die medizinische und psychosoziale Betreuung der Kinder und ihr Schutz vor Missbrauch sind Schwerpunkte der Soforthilfe, die Plan in Pakistan leistet. In Camps wurden 162 kinderfreundliche Bereiche eingerichtet und eine psycho-soziale Betreuung für 11.000 Kinder angeboten. Nun starteten die Vorbereitungen für den Wiederaufbau in dem südasiatischen Land. Mit Bildungsmaßnahmen soll die Situation der Kinder verbessert werden, lesen Sie auch hierzu den Beitrag von vergangener Woche.
Katastrophenvorsorge - Schlimmeres wurde vermieden
"Obwohl wir in den vergangenen Monaten bereits viele Erfolge gesehen und wirklich lebensrettende Unterstützung in Pakistan geleistet haben, müssen wir uns auch darauf konzentrieren, dass das Leben in den Gemeinden wieder weitergeht. Familien sind auf ein gesundes Lebensumfeld und ein eigenes Einkommen angewiesen. Die Menschen müssen in Katastrophenschutz geschult werden", sagt Haider Yaqub, Länderdirektor von Plan Pakistan.
In den Provinzen, in denen das Kinderhilfswerk in Pakistan Nothilfe leistet, gibt es ein Projekt von Plan zur Katastrophenvorsorge. Kaum stiegen in diesem Sommer die Wasserstände bedrohlich an, konnten viele Menschen schnell versorgt werden, weil zu Beginn des Projektes Risiko-Studien erstellt worden waren. Sie benennen die Gefahrenzonen im Lebensumfeld der Menschen. Gezielte Schulungen formen das Bewusstsein der Bewohner für Gefahren und helfen in Notsituationen, schnell reagieren zu können, wie dieser kurze Film zeigt.




