12.10.2008

Ecuador

Hilfe nach Überschwemmungen

Ein aktuelles Beispiel für die erfolgreiche Nothilfe von Plan ist das Engagement in Ecuador. Dort hatten im März dieses Jahres heftige Regenfälle zu Überschwemmungen geführt und Erdrutsche ausgelöst.

120.000 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche gingen verloren. Häuser, Schulen, Gesundheitszentren und Straßen wurden durch das Wasser schwer beschädigt und unbrauchbar. Den Menschen fehlte es an Trinkwasser, Nahrungsmitteln und Medikamenten. Brunnen wurden durch dreckiges Flutwasser verunreinigt, worunter insbesondere die Kinder litten. Etwa 25 Prozent der Gesamtbevölkerung waren von den Überflutungen betroffen.

Die Regierung verhängte den Ausnahmezustand und bat international um Hilfe. Dieser Bitte konnte Plan nach Prüfung der Lage entsprechen. Über einen Spendenaufruf kamen allein bei Plan Deutschland 117.740 EUR zusammen – die großzügige Unterstützung ermöglichten vor allem Patinnen und Paten.

 

Kurz- und mittelfristige Maßnahmen
Die Mittel setzte Plan Ecuador für die Bewältigung der dringendsten Probleme ein: Die Versorgung betroffener Menschen mit Trinkwasser und Nahrungsmitteln, Vergabe von Hygienesets zur Vorbeugung von Epidemien, Moskitonetze zum Schutz vor Malaria wurden vergeben sowie Medikamente – insbesondere gegen Durchfallerkrankungen von Kindern.
Plan engagierte sich auch für die Öffnung und Wiederherstellung versperrter Wege sowie die Einrichtung von Unterkünften. Außerdem wurden Transportmittel für Hilfslieferungen und Arztbesuche in den betroffenen Gemeinden zur Verfügung gestellt.

 

Mittelfristig geht die Betreuung weiter. Schulen, deren Baustruktur durch das Wasser beschädigt wurde, baut Plan im Verbund mit der Regierung und Gemeindemitgliedern wieder auf. Ähnliche Kooperationen wurden für den Neubau von Wasserleitungen geschlossen.

 

Die Maßnahmen kamen insgesamt 30.000 Kindern und ihren Familien in 155 Gemeinden in den Provinzen Los Ríos, Cañar, Azuay, Santa Elena, Guayas und Manabí zugute.

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