Pakistan
Der Nothilfe folgen Bildungsangebote
Der Sommer 2010 brachte Pakistan die größte Überschwemmung seiner Geschichte. Über 20 Millionen Menschen waren betroffen – verloren ihr Zuhause, Vieh oder ihre Ernten. Aber auch Schulen und Unterrichts-materialien gingen in den Fluten verloren. Plan unterstützt Mädchen und Jungen dabei, wieder zur Schule gehen zu können – ein wichtiger Schritt, um den Menschen einen geregelten Alltag zu verschaffen.Ein Jahr nach der verheerenden Katastrophe befindet sich das südasiatische Land weiter im Wiederaufbau. Zu groß sind die Schäden, die die extreme Flut vor allem im Süden und Osten Pakistans angerichtet hat. Plan setzt auf eine Verbindung von Wiederaufbau- und Vorsorgemaßnahmen, damit die Auswirkungen einer möglichen ähnlichen Katastrophe in Zukunft weniger schlimme Folgen haben. Unterstützung für diese Arbeit kommt von vielen Spenderinnen und Spendern, die die Maßnahmen mit ihren Zuwendungen ermöglichen.
So konnten besonders gefährdete Siedlungsräume identifiziert werden – hier soll künftig nicht mehr konventionell gebaut werden. Die Gemeinden sind besser vernetzt und können sich im Falle eines Falles zügiger über drohende Gefahren informieren. Menschen lassen sich gegebenenfalls schneller aus einer Notlage befreien und Hilfsmaßnahmen gezielter durchsetzen. Diese Maßnahmen sind vor allem für Kinder wichtig, denn sie sind besonders schutzbedürftig.
Schulen wieder funktionsfähig
Mädchen und Jungen sollen möglichst schnell wieder den Unterricht besuchen und ungestört lernen können. Der Schulbesuch war während der Katastrophe – etwa um die zentralpakistanische Stadt Muzaffargarh – kaum möglich. Im Bildungsbereich bringt Plan nun seine Expertise ein. Das Kinderhilfswerk hatte bereits nach dem Erdbeben 2005 im Norden des Landes für einen nachhaltigen Wiederaufbau von Schulen gesorgt.
Mit Plans Unterstützung werden 390 Schulen in den Überschwemmungsgebieten bis Ende dieses Jahres wiedereröffnen. Etwa 58.000 Mädchen und Jungen können allein dort wieder am Unterricht teilnehmen. Der tägliche Gang zur Schule fördert die Kinder mit Bildungsangeboten – und bietet nach vielen traumatischen Erfahrungen endlich wieder einen geregelten Tagesablauf. 25.000 Schulkinder erhielten zudem Schultaschen, Bücher und Schreibmaterial – als Ersatz für in den Fluten verlorengegangene Materialien. Parallel kümmert sich Plan um rund 5.000 Kinder zwischen drei und fünf Jahren in frühkindlichen Betreuungsangeboten.
Lesen Sie hier auch den Bericht "Pakistan - Ein Jahr nach den Überschwemmungen".
Pakistan aktuell
Ein Jahr nach der großen Überschwemmung haben heftige Regenfälle im Bezirk Badin in der Provinz Sindh zu Überflutungen geführt. Die Mitarbeiter von Plan Pakistan unterstützen über 9.000 Kinder und ihre Familien, die sich in der Nähe der überschwemmten Gebiete auf höheres Gelände gerettet haben und sonst keine weitere Hilfe haben. Es werden Notunterkünfte, Wasser und Sanitär, Gesundheits- und Hygienepakete bereitgestellt.
An 23 Standorten der von Plan errichteten Camps wurden Wassertanks installiert. Weitere Standorte werden in Kürze folgen. Gesundheits- und Hygienepakete werden verteilt.
Patenkinder sind bislang von der aktuellen Überschwemmung nicht betroffen.




