Globale Bildungskampagne
Bildung ist ein fundamentales Menschenrecht. Tagtäglich haben mehr als 69 Millionen Kinder keinen Zugang zu Bildung. Die meisten von ihnen leben in Entwicklungsländern, wo Lehrkräfte und Unterrichtsmaterialien fehlen und Kinder oft zum Unterhalt der Familie beitragen müssen. Die Globale Bildungskampagne möchte das ändern.Die Globale Bildungskampagne setzt sich für die Umsetzung des Kinderrechts auf Bildung ein. Primäres Ziel ist, bis zum Jahr 2015 eine kostenfreie und gute Grundbildung für jedes Mädchen und jeden Jungen auf der Welt zu gewährleisten.
Als deutsche Sektion der in 150 Ländern tätigen „Global Campaign for Education" macht die Globale Bildungskampagne durch Lobby-Arbeit, Aktionen und Informationsveranstaltungen auf die Auswirkungen mangelnder Schulbildung in Entwicklungsländern aufmerksam. Schirmherrin der Kampagne ist Prof. Dr. Gesine Schwan, Präsidentin der HUMBOLDT-VIADRINA School of Governance in Berlin.
Schülerinnen und Schüler werden aktiv - die Aktionswochen
Höhepunkt eines Kampagnenjahres sind die weltweiten Aktionswochen, die alljährlich Ende April in Zusammenarbeit mit Schulen starten. Seit 2003 nehmen regelmäßig auch Schülerinnen und Schüler aus Deutschland daran teil. Zum Beispiel bei der größten Unterrichtsstunde der Welt oder bei 1GOAL - Bildung für alle! im Rahmen der Fußballweltmeisterschaft der Männer 2010.
2011: Erzähle uns eine Geschichte
Die Aktionswochen 2011 stehen unter dem Motto: „Erzähle uns eine Geschichte – Bildung für Mädchen und Frauen weltweit!“ Zwei Drittel der insgesamt 759 Millionen Erwachsenen, die nicht lesen und schreiben können, sind Frauen. Die Globale Bildungskampagne findet: Das muss sich ändern! Und das geht am besten, wenn Schülerinnen und Schüler mit ihren Klassen oder Freizeitgruppen an den Aktionswochen teilnehmen: vom 2. bis zum 31. Mai 2011.
Studie bringt alles auf den Punkt
Autor und Entwicklungsexperte Dr. Reinhard Hermle nimmt in der Studie "Bildung für alle - Eine kleine Geschichte großer Versprechen" die Umsetzung des Ziels "Bildung für alle" kritisch unter die Lupe und erinnert daran, dass viele Länder – darunter auch Deutschland – ihre Finanzierungsversprechen zur Förderung von Bildung in armen Ländern im Rahmen des Weltbildungsforums in Dakar (2000) bisher nicht eingehalten haben.
Die Forderungen der Globalen Bildungskampagne
> Wir fordern die Regierungen der Entwicklungsländer dazu auf, Schulgebühren für staatliche Grundschulbildung abzuschaffen; kostenlose, qualitativ hochwertige staatliche Bildung für alle bereitzustellen und aufrechtzuerhalten; sowie die Ausgaben für Erwachsenenbildung, Früherziehung und Grundbildung zu erhöhen.
> Wir fordern die Regierungen der Industrieländer dazu auf, Entwicklungshilfeleistungen für Bildung zu erhöhen, sowie die Fast Track Initiative der Weltbank mit angemessen finanziellen Ressourcen zu unterstützen.
> Wir fordern die zivilgesellschaftlichen Organisationen weltweit dazu auf, ihre Regierungen sowie internationale Organisationen dafür zur Verantwortung zu ziehen, dass die Ziele des Weltbildungsforums und das Millenniums-Entwicklungsziel universaler Grundbildung bis 2015 umgesetzt werden.



