Platz für freie Meinung – Die Hamburger Kinderzeitung
Dieses Jahr entschied sich das Hamburger Abendblatt: "Wir machen etwas neues und ausgewöhnliches. Wir lassen Kinder das Abendblatt schreiben." Natürlich erschien am 20.09.07 auch das "normale" Abendblatt, jedoch mit einer kunterbunten Beilage, der Hamburger Kinderzeitung.Bewerben konnten sich Kinder und Jugendliche im Alter von 8-14 Jahren. Das hatten dann auch ganze 500 Interessierte getan. Teilnehmen konnten letztendlich 55 junge Menschen mit interessanten Themen, außergewöhnlichen Ideen und eigenen Meinungen. Miriam (14) vom Jugendforum hatte es geschafft, angenommen zu werden.
In der Politikredaktion arbeitete sie nun an mehreren Tagen mit acht anderen glücklichen Teilnehmern fieberhaft an der Seite 20, der Politikseite. Am Donnerstag den 20.09.07, nicht umsonst dem Weltkindertag, war es dann soweit. Die Zeitung wurde veröffentlicht und unter anderem ein Artikel über Bildung und das Jugendforum, "Bildung: Es steht in unserer Macht", erschien.
Miriam hat die Aktion des Abendblattes zum Weltkindertag super gefallen: "Es war erstmal alles erlaubt. Niemand erklärte Ideen für unbrauchbar. Wir wurden unterstützt und es wurden uns Wege aufgezeigt, unsere Themen und unsere Meinung bestmöglich rüberzubringen." Die Meinung der Kinder und Jugendlichen war von Anfang an der Hauptbeweggrund des Abendblattes gewesen und es ist den Verantwortlichen eindeutig gelungen, Platz für die freie Meinung junger Menschen zu schaffen.
Die Begrüßung des Abendblattchefs Menso Heyl beim ersten Treffen machte die Freiheit der Kinder und Jugendlichen in der Redaktion und bei der Gestaltung der Kinderzeitung noch einmal deutlich: "Seid so wie immer. Kreativ, laut und vielleicht ein kleinwenig respektlos."

