Schulwettbewerb "Eine Welt für alle"

„Was siehst Du, was ich nicht sehe – Perspektive wechseln!“ – so das Thema der Runde 2011/2012 des Schulwettbewerbs des Bundespräsidenten zur Entwicklungspolitik. Zum fünften Mal waren Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 13 aufgerufen, einen Wettbewerbsbeitrag einzureichen.

Welche Werte und Traditionen, welche Gegebenheiten stehen hinter Unterschieden und Gemeinsamkeiten entfernter Lebenswelten und unserer eigenen? Wie sieht die Welt aus der Sicht des Gegenübers aus und durch welche persönliche Brille nimmt er oder sie diese wahr? Wie und aus welcher Sicht urteilen wir über andere und andere über uns? Wie sehen wir Menschen auf der anderen Seite der Erde? Stimmt unser Bild von ihnen? Welche Vorstellung machen sich andere von meinem Leben und was sagt mein Bild von den Menschen in den Entwicklungsländern über mich aus?

Um diese Themen im Unterricht zu behandeln, wurden für den Schulwettbewerb Unterrichtsmaterialien erstellt, die kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden können.

Beteiligen konnten sich Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 13 in Schulklassen, Schülerteams, Arbeitsgemeinschaften sowie Lerngruppen aller Art, auch aus deutschen Schulen im Ausland. Außerdem konnten ganze Schulen teilnehmen. Plan stellte verschieden Materialien und Filme aus den Projekten zur Verfügung: Kinder der Welt, Lebenswelten von Mädchen, Kinderrechte und (Mädchen-)Fußball sowie Entwicklung und Klimaschutz.

 

Am 4. Juni strömten knapp Zweihundert Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrkräften zu Preisverleihung in das Berliner Schloss Bellevue, dem Amtssitz des Bundespräsidenten. Sie alle wussten bereits, dass sie einen Preis im Wettbewerb gewonnen hatten, aber noch nicht, ob den ersten, zweiten oder dritten. Und so blieb es für die Kinder und Jugendlichen spannend bis zur letzten Minute. 

 

Bundespräsident Joachim Gauck und Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dirk Niebel überreichten den glücklichen Gewinnerklassen und -schulen die Preise auf der Bühne des Großen Saals.

 

Neben den "offiziellen" Preisen des Wettbewerbs vergaben die vier Partner-Nichtregierungsorganisationen auch Sonderpreise unter dem Titel "Hoffnungsträger". So ehrte Plan die Gemeinschaftsgrundschule Westersburg in Solingen (Nordrhein-Westfalen) für ihren Beitrag "Zukunftsträume" mit einem Medienworkshop.

 

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 2a hatten gemeinsam mit Kindern ihrer thailändischen Partner-Schule im Westen Bangkoks ein Kartenspiel mit dem Titel "Zukunftsträume" entwickelt. Die Idee war, spielerisch zu testen, ob und wie sich die Zukunfts- beziehungsweise Berufsträume thailändischer und deutscher Kinder unterscheiden.

 

Charlina aus der Klasse 2a freute sich: "Es ist aufregend, heute hier im Schloss des Bundespräsidenten zu sein. Mir hat das Malen der Karten am meisten Spaß gemacht." Zusammen mit ihrer Mitschülerin Maja und Lehrerin Beate Hutz nahm sie den Sonderpreis von Plan-Geschäftsführerin Maike Röttger für die Klasse entgegen.

 

Die nächste Wettbewerbsrunde startet im Sommer 2013!







AddThis Social Bookmark Button