Kuchen für Japan

Ein paar Tage nach dem (Riesen)Unglück, dem Tsunami und dem Atomreaktor-Großunfall in Japan haben wir, die Klasse 5b des Deutsch-Französischen Gymnasiums Freiburg, uns immer wieder Gedanken darüber gemacht, wie wir Japan helfen können.

Wir sahen jeden Tag in den Nachrichten, wie schlimm es dort im Moment aussieht. Wir sahen die Menschen, wie sie durch die Trümmer ihrer ehemaligen Häuser gingen, wir sahen Kinder, deren Familien durch den Tsunami umgekommen waren und die jetzt ganz allein zurechtkommen müssen, wir sahen und bemerkten das Ausmaß der Katastrophe immer mehr. Doch das alles stachelte uns an.


Was konnten wir tun?

Wir wurden immer unruhiger. Das bemerkten auch unsere Lehrer und meinten, es sei an der Zeit, eine Klassenlehrerstunde zu veranstalten. Endlich! Wir diskutierten ganze zwei Stunden, bis wir zu einem Entschluss kamen: Wir würden einen Kuchenverkauf machen! Alle waren mit Eifer dabei, wir bastelten Plakate, backten Kuchen, sammelten bei jeder Gelegenheit, in den Familien, bei Freunden Geld und machten sogar eine Lautsprecherdurchsage, damit es auch bloß jeder wusste. Das Datum stand fest und wir waren bereit!

„1 Euro bitte“, sage ich und schneide ein Stück Schokoladenkuchen ab. Glücklich drehe ich mich zu dem riesigen Plakat hinter mir um. „KUCHENVERKAUF FÜR JAPAN“ steht in großen Lettern darauf.

Ding-dang-dong, tönt der Pausengong durch die Eingangshalle. Im Unterricht sehnen wir ihn immer herbei aber jetzt, mitten im Kuchenverkauf, verabscheuen wir ihn dafür! Na ja, wir packen unsere Sachen ein und umarmen uns. Geschafft!!! denke ich, endlich kann ich wieder ruhig schlafen, und ich bin mir sicher, dass meine Klassenkameraden genau dasselbe dachten.

Bald darauf wurde uns das Ergebnis bekanntgegeben: 700 Euro waren zusammengekommen und konnten an Plan für die Kinder in Japan überwiesen werden!!!


Amelia Itschert, Klasse 5b

 



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