Aktion Rote Hand geht weiter!
In diesem Jahr fand am 12. Februar zum zehnten Mal der Red Hand Day, der internationale Gedenktag für Kindersoldaten statt. Weltweit gibt es viele Aktionen gegen den Einsatz von Kindern an der Waffe. Macht mit bei der Aktion Rote Hand und zeigt den Politikerinnen und Politikern eure rote Hand gegen den Krieg!Worum geht es?
Den Red Hand Day gibt es international seit dem 12. Februar 2002. Damals hatten die Vereinten Nationen (UN) ein Zusatzprotokoll zur Kinderrechtskonvention verabschiedet. Dieses Zusatzprotokoll war nötig, um Kinder und Jugendliche besser vor Krieg schützen zu können. Trotzdem gibt es weltweit immer noch rund 250.000 Kinder, die gezwungen werden, in bewaffneten Konflikten zu kämpfen. In Rebellentruppen werden sie häufig missbraucht und leiden oft ihr Leben lang unter den schweren körperlichen und seelischen Folgeschäden. Es gilt also weiter darum zu kämpfen, dass Kinder besser in Konflikten und Kriegen geschützt werden und unbeschwert aufwachsen können.
Ziel der Aktion Rote Hand
Die rote Hand als das Symbol der ehemaligen Kindersoldaten wird genutzt, um nein zu sagen zur Rekrutierung und zum Einsatz von Kindersoldaten. Mit den roten Händen wollen wir gemeinsam mit euch ein deutliches Zeichen gegen den Einsatz von Kindersoldaten setzen und den Druck auf Politikerinnen und Politiker hier in Deutschland, aber auch international erhöhen, damit sie sich mehr für den Schutz von Kindern und Jugendlichen im Krieg einsetzen.
Wir wollen mit eurer Unterstützung darauf aufmerksam machen, dass es nicht ausreicht Gesetze zu verabschieden, um Kinder und Jugendliche vor Missbrauch zu schützen. Auf die Durchsetzung der Gesetze kommt es an! Mit der Aktion Rote Hand soll diese Forderung an die Öffentlichkeit gelangen und bei den Verantwortlichen Druck erzeugen. Deshalb ist es wichtig, dass sich so viele Menschen wie möglich beteiligen und der Politik die rote Hand zeigen. Kinder sind keine Soldaten!
Wie könnt ihr euch beteiligen?
Die Aktion Rote Hand wird organisiert vom Deutschen Bündnis Kindersoldaten (Coalition to stop the use of Child Soldiers) und unterstützt von folgenden Organisationen: Aktion Weißes Friedensband, Human Rights Watch, Jugendrotkreuz, Kindernothilfe, Lutherischer Weltbund, Netzwerk Afrika Deutschland, Plan, terre des hommes, UNICEF, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, World Vision.
Weitere Infos findet ihr auch auf der Kampagnenseite.
Die psychologischen Auswirkungen von Kriegen auf Kinder und Kindersoldaten in Afrika sind schon früher untersucht worden, doch die Plan-Studie "Silent Suffering - Die psychosozialen Auswirkungen des Bürgerkriegs in Liberia auf Mädchen und Jungen" ist die erste Studie, bei der die psychische Gesundheit von Kindern, die Kampftruppen angehört haben, mit der einer Kontrollgruppe verglichen wurde.



