Simbabwe

Einwohner 12,5 Mio. (Deutschland: 82,3 Mio.)
Lebenserwartung 44 Jahre (D: 80 Jahre)
Kindersterblichkeit* 96 von 1.000 (D: 4 von 1.000)
Pro-Kopf-Einkommen 340 USD (D: 42.440 USD)
Alphabetisierungsrate** Frauen 99%, Männer 98%
Landesfläche 390.760 qkm (D: 357.030 qkm)
Hauptstadt Harare
Landessprache Englisch, Shona, Ndebele
Religion Christentum (ca. 60%), lokale Glaubensrichtungen
*pro 1.000 Lebendgeburten  **bei Jugendl. (15–24 Jahre)  Stand 2010

Geografie

Simbabwe im südlichen Afrika unterteilt sich in das Hochland (high veld), den mittleren Höhen (middle veld) sowie die Niederungen (low veld) im Norden und Süden, durch die der Sambesi und der Limpopo fließen. Durch die Höhenlage herrscht mildes Klima. Der Boden, meist aus Granit, ist nur bedingt landwirtschaftlich nutzbar, aber reich an Bodenschätzen.

Geschichte

Zunächst britische Kolonie, wurde das nach Cecil Rhodes benannte Rhodesien ab 1923 von weißen Siedlern selbstverwaltet. 1946 etablierte sich ein Apartheid-Regime, dem ab 1964 Ian Smith vorstand. 1965 proklamierten die weißen Siedler einseitig die Unabhängigkeit. Dies löste einen Befreiungskampf der Zimbabwe African National Union (ZANU) unter Robert Mugabe aus. 1976 wurde auf internationale Bemühungen hin das Ende der Apartheid eingeleitet. 1979 wurde die Unabhängigkeit beschlossen. Die ersten Wahlen gewann 1980 die ZANU unter Robert Mugabe. Ab 1987 war Mugabe Staats- und Regierungschef zugleich. In den ersten Jahren der Unabhängigkeit boomte die Wirtschaft. Schwere Dürren, die Rezession in den Industrieländern, schwankende Weltmarktpreise sowie die später eingeleitete Landreform belasteten dann den Exportsektor. Die wirtschaftliche und soziale Situation verschlechterte sich kontinuierlich.
Der Regierung wurden schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Bei den Parlamentswahlen vom März 2005, die unter zahlreichen Protesten stattfanden, wurde die Regierung unter Präsident Mugabe im Amt bestätigt.

Situation heute

Auch der Ausgang der Präsidentschaftswahlen von 2008 war umstritten. Während die MDC (Movement for Democratic Change) ihren Kandidaten Morgan Tsvangirai als Wahlsieger sah, wurde dies von der Regierung Mugabes bestritten. Unter Vermittlung Südafrikas konnte schließlich eine Regierung der Nationalen Einheit gebildet werden. Tsvangirai wurde Ministerpräsident, während Mugabe im Präsidentenamt blieb. Seit Antritt der Koalitionsregierung im Februar 2009 hat sich die Lage etwas entspannt. Zahlreiche Punkte des Machtteilungsabkommens sind dennoch bisher nicht umgesetzt.

Situation der Kinder

In Simbabwe verlieren immer mehr Kinder ihre Familien durch Aids. Frühe Heirat und Mutterschaft, Gewalt gegen Kinder und Jugendliche sowie Kinderarbeit sind weit verbreitet. Nach wie vor haben Mädchen schlechtere Bildungschancen.

Herausforderungen

Gesundheit
Die nach der Unabhängigkeit vergleichsweise gut entwickelte medizinische Infrastruktur verfällt aufgrund der desolaten wirtschaftlichen Lage des Landes. Vermeidbare Krankheiten wie Diarrhöe, Masern, Malaria und parasitäre Erkrankungen sind weit verbreitet. In den ländlichen Gebieten fehlen sauberes Trinkwasser und Latrinen. Das Land weist eine sehr hohe HIV-Infektionsrate auf.

Bildung
Für die ehemals kostenlose Grundschule wurden 1992 wieder Schulgebühren eingeführt, weshalb viele Kinder gar nicht zur Schule gehen oder sie abbrechen, um zum Familienunterhalt beizutragen. Die vorhandenen Schulgebäude sind zudem schlecht ausgestattet. Auch frühe Schwangerschaften führen häufig dazu, dass Mädchen den Schulbesuch abbrechen müssen.


Lebensumfeld
In den ländlichen Gebieten haben nur knapp über zwei Drittel der Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Latrinen und Strom sind kaum vorhanden. Wiederkehrende Dürren seit 2001 führen zu Nahrungsmittelknappheit und Engpässen bei der Versorgung der Menschen.

Daten zur Programmarbeit

Programmarbeit seit 1986
Anzahl der Patenkinder im Finanzjahr 2009: 44.144
Anzahl der Plan-Gemeinden: 288
7 Programmgebiete davon 5 ländliche und 2 städtisch/ländliche Programmgebiete im Westen und Osten des Landes.

Länderstrategie

Diese Länderstrategie beschreibt, wie Plan Simbabwe und seine Partner verschiedene Ressourcen einsetzen, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von schutzbedürftigen Kindern zu verbessern. Die Länderstrategie bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit während des Zeitraums von 2007 bis 2017.

Die ausführliche Länderstrategie für Simbabwe können Sie sich hier ansehen und herunterladen -> Simbabwe

Programmberichte

Der Programmbericht des Finanzjahres 2008 (Juli 2007 bis Juni 2008) gibt Ihnen einen Überblick, welche Projekte in den Schwerpunktprogrammen umgesetzt wurden.


Den ausführlichen Programmbericht für Simbabwe können Sie sich hier ansehen und herunterladen -> Simbabwe


Nachrichten aus den Projektgebieten

21.10.2009 | Simbabwe - Kommunikation mit den Patenkindern

17.08.2009 | Simbabwe - Auszeichnung für Programmarbeit

13.03.2009 | Simbabwe - Schulunterricht kommt wieder in Gang

29.01.2009 | Simbabwe - Mit allen Kräften gegen die Cholera

19.12.2008 | Simbabwe - Zentren für Cholera-Infizierte

Mehr Informationen zu Kindern in Afrika:  
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Kinder in Afrika Tansania Kinder in Afrika Togo
Kinder in Afrika Uganda  

Plan trägt dazu bei, dass Mädchen wie Riyana zur Schule gehen können - eine Voraussetzung für ihren Weg aus der Armut.

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