| Einwohner | 12,2 Mio. (Deutschland: 82,3 Mio.) |
| Lebenserwartung | 56 Jahre (D: 80 Jahre) |
| Kindersterblichkeit* | 108 von 1.000 (D: 4 von 1.000) |
| Pro-Kopf-Einkommen | 970 USD (D: 42.440 USD) |
| Alphabetisierungsrate** | Frauen 44%, Männer 59% |
| Landesfläche | 196.720 qkm (D: 357.030 qkm) |
| Hauptstadt | Dakar |
| Landessprache | Französisch, Wolof, Malinke u.a. |
| Religion | Islam (94%), Christentum (4%), lokale Glaubensrichtungen |
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*pro 1.000 Lebendgeburten **bei Jugendl. (15–24 Jahre) Stand 2010
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Geografie
Senegal erstreckt sich im Westen Afrikas über drei flache Landzonen: der kargen Sahelzone im Norden, der savannenartigen Sudanzone in der Mitte und der feuchteren Guineazone im Süden (Casamance).
Geschichte
Nach der Besetzung durch Großbritannien eroberte Frankreich Mitte des 19. Jahrhundert das Gebiet. 1895 wurde es Teil von Französisch Westafrika. Nach der Unabhängigkeit 1960 errichtete Präsident Senghor einen Einparteienstaat. Ab Mitte der 1970er Jahre fand schrittweise die Legalisierung von Parteien statt. 1981 wurde Abdou Diouf Präsident und 1993 in freien Wahlen bestätigt. In den frühen 1980er Jahren begann eine Rebellenbewegung im Süden des Landes ihren Kampf für die Unabhängigkeit der Casamance-Region.
Situation heute
Seit 2000 ist Abdoulaye Wade Präsident des Senegal. 2001 wurde eine neue Verfassung verabschiedet, die die Bürgerrechte, vor allem die der Frauen, stärkt. Ein ungelöstes Problem bleibt der seit mehr als 25 Jahren andauernde Konflikt in der Casamance im Süden des Landes.
Andauernde Regenfälle führten im Herbst 2009 zu starken Überschwemmungen.
Situation der Kinder
Unzureichender Zugang zu medizinischer Versorgung und Bildungseinrichtungen, Missbrauch, sexuelle Ausbeutung, Fehl- und Unterernährung sind nur einige der Kinderrechtsverletzungen im Senegal.
Herausforderungen
Gesundheit
Vor allem in den ländlichen Gebieten ist die medizinische Versorgung völlig unzureichend. Die wenig vorhandenen Gesundheitsstationen sind mangelhaft ausgestattet und ausgebildetes medizinisches Personal fehlt. Weniger als zwei Drittel der ländlichen Bevölkerung haben Zugang zu sauberem Trinkwasser. Viele Kinder sind geschwächt, weil sie mangel- bzw. fehlernährt sind. Die Impfrate ist niedrig. Oft sterben Kinder an vermeidbaren Krankheiten wie Malaria, Diarrhöe, Masern, Tetanus oder Atemwegsinfekten.
Bildung
Trotz Schulpflicht werden nur ungefähr zwei Drittel der Kinder eingeschult, bei Mädchen ist die Einschulungsrate niedriger. In den ländlichen Gebieten fehlt es an Lehrpersonal, Schulmaterial und Gebäuden. Da sich viele Familien den Schulbesuch aus finanziellen Gründen nicht leisten können, bleiben viele Kinder, vor allem Mädchen, zu Hause.
Lebensumfeld
Trinkwasser wird knapp und es fehlen sanitäre Einrichtungen. Problematisch ist die zunehmende Umweltzerstörung. Überfischung, Überweidung sowie der Einsatz von Pestiziden laugen die Böden aus und verschmutzen die Gewässer. Holzschlag und Bodenerosion führen zur Ausbreitung der Wüsten im Norden und Osten.
Daten zur Programmarbeit
Programmarbeit seit 1982
Anzahl der Patenkinder im Finanzjahr 2009: 37.444
Anzahl der Plan-Gemeinden: 29 (ca. 72.000 Familien)
5 Programmgebiete davon ein städtisches und 4 ländliche Programmgebiete im Westen des Landes
Länderstrategie
Diese Länderstrategie beschreibt, wie Plan Senegal und seine Partner verschiedene Ressourcen einsetzen, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von schutzbedürftigen Kindern zu verbessern. Die Länderstrategie bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit während des Zeitraums von 2003 bis 2018.
Die ausführliche Länderstrategie für den Senegal können Sie sich hier ansehen und herunterladen -> Senegal
Programmberichte
Der Programmbericht des Finanzjahres 2008 (Juli 2007 bis Juni 2008) gibt Ihnen einen Überblick, welche Projekte in den Schwerpunktprogrammen umgesetzt wurden.
Den ausführlichen Programmbericht für Senegal können Sie sich hier ansehen und herunterladen -> Senegal
Nachrichten aus den Projektgebieten
27.07.2007 | Senegal - Nokia unterstützt Plan-Projekt zu Kinderrechten
