Sambia

Einwohner 12,6 Mio. (Deutschland: 82,3 Mio.)
Lebenserwartung 45 Jahre (D: 80 Jahre)
Kindersterblichkeit* 148 von 1.000 (D: 4 von 1.000)
Pro-Kopf-Einkommen 950 USD (D: 42.440 USD)
Alphabetisierungsrate** Frauen 66%, Männer 73%
Landesfläche 752.620 qkm (D: 357.030 qkm)
Hauptstadt Lusaka
Landessprache Englisch, lokale Sprachen
Religion Christentum (55%), lokale Glaubensrichtungen, Islam, Hinduismus
*pro 1.000 Lebendgeburten  **bei Jugendl. (15–24 Jahre)  Stand 2010

Geografie

Sambia liegt im südlichen Afrika und erstreckt sich über eine Hochebene mit gemäßigt tropischem Klima. Von Süden nach Norden ansteigend wird die Hochebene von Flüssen durchzogen, die teilweise Überschwemmungsgebiete und Sümpfe bilden. Der Sambesi-Fluss passiert auf seinem 2.500 Kilometer langen Weg zum Indischen Ozean den Kariba-Stausee sowie die Viktoriafälle an der Grenze zu Simbabwe. 
 

Geschichte

Im 19. Jahrhundert kamen die ersten Missionare in die Region des heutigen Sambia und der britische Einfluss wuchs. 1924 wurde das Land zur britischen Kolonie Nordrhodesien. 1964 wurde Sambia unter Kenneth Kaunda unabhängig, der die folgenden 27 Jahre regierte. Enorme Kürzungen im Sozialetat führten Anfang der 90er Jahre zu blutigen Unruhen. 1991 wurde eine demokratische Verfassung verabschiedet, Frederick Chiluba gewann die Wahlen.

Situation heute

2008 verstarb Lewy Mwanawasas, der seit 2002 das Land regierte. Die Wahlen im Oktober 2008 gewann der bisherige Vizepräsident Rupiah Banda. Das Ergebnis wurde von der Opposition bestritten. Die im Zuge der weltweiten Rezession fallenden Kupferpreise wirken sich negativ auf die Wirtschaftslage Sambias aus.

Situation der Kinder

Ungleichbehandlung von Mädchen und Jungen, hohe Schulabbruchraten, schlechte medizinische Versorgung, Hunger, Kinderarbeit, HIV und Aids, Gewalt und Vernachlässigung sowie das Fehlen von Geburtsurkunden sind nur einige der Kinderrechtsverletzungen in Sambia.
 
 

Herausforderungen

Gesundheit
Viele Kinder sind untergewichtig. Dies macht sie anfällig für vermeidbare Krankheiten wie Atemwegsinfektionen, Durchfall, Malaria oder Masern. Weitere Gründe sind mangelnde hygienische Verhältnisse und verunreinigtes Trinkwasser. Nur etwas mehr als ein Drittel der ländlichen Bevölkerung hat Zugang zu sauberem Trinkwasser. Sambia weist eine sehr hohe Kinder- und Müttersterblichkeitsrate auf. Die hohe HIV-Infektionsrate ist besorgniserregend. 

Bildung
Aufgrund von Sparprogrammen ist nur noch der Grundschulbesuch kostenlos. Schulgebäude, LehrmMaterial sowie qualifiziertes Lehrpersonal fehlen. Viele Kinder, besonders Mädchen, brechen die Schule vorzeitig ab, da sie auf dem Feld oder im Haushalt helfen müssen.

Lebensumfeld
In den ländlichen Gebieten leben die meisten Sambier ohne Wasser- oder Stromanschluss. Eine Abwasserentsorgung oder Latrinen fehlen. In den Bergbaugebieten haben zudem Luftverschmutzung und Landschaftszerstörung bedrohliche Ausmaße angenommen. 
 

Daten zur Programmarbeit

Programmarbeit seit 1996
Anzahl der Patenkinder im Finanzjahr 2009: 25.919
Anzahl der Plan-Gemeinden: 46 (ca. 52.000 Familien)
4 ländliche Programmgebiete im Norden, Osten und in der Mitte des Landes

Länderstrategie

Diese Länderstrategie beschreibt, wie Plan Sambia und seine Partner verschiedene Ressourcen einsetzen, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von schutzbedürftigen Kindern zu verbessern. Die Länderstrategie bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit während des Zeitraums von 2004 bis 2014.

Die ausführliche Länderstrategie für Sambia können Sie sich hier ansehen und herunterladen -> Sambia

Programmberichte

Der Programmbericht des Finanzjahres 2008 (Juli 2007 bis Juni 2008) gibt Ihnen einen Überblick, welche Projekte Plan Sambia in den Schwerpunktprogrammen umgesetzt hat.


Den ausführlichen Programmbericht für Sambia können Sie sich hier ansehen und herunterladen -> Sambia

Nachrichten aus den Projektgebieten

16.01.2008 | Mosambik, Sambia, Simbabwe - Hochwasser im südlichen Afrika

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Plan trägt dazu bei, dass Mädchen wie Riyana zur Schule gehen können - eine Voraussetzung für ihren Weg aus der Armut.

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