Myanmar

Einwohner 48,3 Mio. (Deutschland: 82,2)
Lebenserwartung 65 Jahre (D: 80)
Kindersterblichkeit* 66 von 1.000 (D: 4 von 1.000)
Pro-Kopf-Einkommen 1.000 USD oder weniger (D: 43.330 USD)
Alphabetisierungsrate** Frauen 95%, Männer 96%
Landesfläche 676.577 qkm (D: 357.050 qkm)
Hauptstadt Nay Pyi Taw
Landessprache Birmanisch, lokale Sprache
Religion Theravada-Buddhismus, Christentum, Islam
*pro 1.000 Lebendgeburten  **bei Jugendl. (15–24 Jahre)  Stand 2011

Geografie

Das südostasiatische Land grenzt im Osten an China, Laos und Thailand und im Westen an Bangladesch, Indien und den Indischen Ozean. Der Fluss Irawadi fließt durch die Landesmitte, an der Südküste bildet er ein Delta. In der Landesmitte wird intensiv Landwirtschaft betrieben, die Felder werden künstlich bewässert. Ein Großteil des Landes ist jedoch von subtropischen Wäldern bedeckt.

Geschichte

Myanmar, auch unter dem Namen Birma bekannt, hat eine wechselhafte Geschichte hinter sich. 1886 wurde das Land nach 3 Kriegen mit Großbritannien Teil von Britisch-Indien. Während des 2. Weltkrieges war Japan Besatzungsmacht. Am 4. Januar 1948 erlangte das Land seine Unabhängigkeit. Gleich darauf kam es zu Unruhen und separatistischen Bewegungen verschiedener Volksgruppen und der burmesischen Armee.
1962 putschte sich General Ne Win an die Macht. 1974 wurde das Land in Sozialistische Republik der Union Burmas umgetauft. Eine neue Verfassung trat in Kraft und Ne Win wurde Präsident. Nach Unruhen Ende der 1980er gründete sich die SLORG (Staatsrat für die Wiederherstellung von Recht und Ordnung). Die anschließenden Wahlen, die die SLORG verlor, wurden für ungültig erklärt. Es kam zu Demokratiebewegungen, die blutig niedergeschlagen wurden.
 

Situation heute

1989 wurde das Land Birma in Myanmar unbenannt. Laut Verfassung herrscht parlamentarische Demokratie mit Militäreinfluss. Die ersten Wahlen seit 20 Jahren fanden 2010 statt. Am 04. Februar 2011 wurde Thein Sein als Staatspräsident gewählt.
2004 richtete der Tsunami erhebliche Schäden an. Tausende starben. Anfang 2008 verwüstete der Tropensturm Nargis erneut das Land.

Daten zur Programmarbeit

Wirbelsturm Nargis traf im Mai 2008 auf die Südküste Myanmars und richtete verheerende Verwüstungen, vor allem in den Regionen Ayeyarwady und Yangon, an. Mehr als 140.000 Menschen starben, ebenso viele wurden verletzt. Der Sturm zerstörte Häuser und Ernten, Vieh verendete.
Plan leistete Soforthilfe, obwohl Myanmar kein Plan-Programmland war. Das Kinderhilfswerk stellte Nahrungsmittel, medizinische Versorgung und Notunterkünfte bereit.

In den vergangenen drei Jahren konzentrierte Plan seine Wiederaufbau-Arbeit in der Region Ayeyarwady auf die Bezirke Myaungmya, Laputta, Mawlamyingpun und Bogale. Insgesamt 194.000 Menschen profitierten direkt von Plans Wiederaufbau-Hilfe.


Plan wird seine Wiederaufbau-Hilfe weiterführen. Ein Patenschaftsprogramm gibt es nicht. Die Arbeitsschwerpunkte des Kinderhilfswerk liegen auf:

  • Bildung
  • Frühkindlicher Förderung und Entwicklung
  • Katastrophenvorsorge

Hier finden Sie den Bericht über die geleistete Sorfort- und Übergangshilfe der letzten drei Jahre.  ->Myanmar - 3 Jahre nach Wirbelsturm Nargis

Projektberichte

Wollen Sie mehr über die konkrete Arbeit von Plan Deutschland und seinen Partnern vor Ort erfahren? Hier finden Sie den Abschlussbericht zum Projekt, welches mit Hilfe Ihrer Einzelspenden umgesetzt wurde. Lesen Sie, welche Fortschritte im Einzelnen erzielt wurden und wofür Plan Deutschland Ihre Spendengelder einsetzt.

Abschlussbericht -> "Katastrophensichere Schulen" in Myanmar

Ich freue mich, dass Plan eine Schule für mein Dorf baut. Ich will Lehrerin werden!

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