Mosambik

Einwohner 23,4 Mio. (Deutschland: 82,1 Mio.)
Lebenserwartung 48 Jahre (D: 80 Jahre)
Kindersterblichkeit* 142 pro 1.000 (D: 4 pro 1.000)
Pro-Kopf-Einkommen 440 USD (D: 42.560 USD)
Alphabetisierungsrate** Frauen 62%, Männer 78%
Landesfläche 801.590 qkm (D: 357.030 qkm)
Hauptstadt Maputo
Landessprache Portugiesisch
Religion 45% lokale Religionen,37% Christen,18% Muslime
*pro 1.000 Lebendgeburten  **bei Jugendl. (15–24 Jahre)  Stand 2011

Geografie

Mosambik liegt an der Ostküste Afrikas. Das Land grenzt an Tansania, Malawi, Sambia, Simbabwe sowie an Südafrika und Swaziland im Südwesten. Es herrscht tropisches und subtropisches Klima. Der wichtigste Fluss des Landes ist der Sambesi.

Geschichte

Ab dem 15. Jahrhundert wurde das heutige Mosambik schrittweise von Portugal kolonialisiert. 1962 gründete sich die Widerstandsbewegung FREELIMO, die den bewaffneten Kampf gegen die Kolonialisten aufnahm. 1975 erreichte Mosambik seine Unabhängigkeit und wurde sozialistisch-marxistische Volksrepublik. Erster Präsident wurde Samora Machel, einzige zugelassene Partei war die FREELIMO. Ein Jahr nach der Unabhängigkeit begann ein Bürgerkrieg zwischen FREELIMO und der Oppositionsbewegung RENAMO. Nach dem Tod Machels 1986 wurde Joaquim Chissano (ebenfalls FREELIMO) Präsident. Anfang der 90er Jahre begann der Demokratisierungsprozess. Es wurde eine liberale Verfassung verabschiedet und mehrere Parteien zugelassen. 1992 wurde der Bürgerkrieg nach 16 Jahren offiziell beendet. Aus den ersten Wahlen 1994 ging Chissano als Sieger hervor.

Situation heute

Nach dem freiwilligen Verzicht Chissanos auf eine dritte Amtszeit gewann 2004 Armandou Guebuza die Wahlen. 2009 wurde er im Amt bestätigt. Stärkste Partei bleibt die FREELIMO.
Das Wirtschaftswachstum des Landes wird immer wieder durch Naturkatastrophen gebremst. 

Situation der Kinder

Fehlender Zugang zu Bildung und ärztlicher Versorgung, Malaria, Kinderarbeit, Unterernährung sowie Gefahren durch HIV und Aids sind nur einige der Kinderrechtsverletzungen in Mosambik.

Herausforderungen

Gesundheit
Das Gesundheitssystem Mosambiks ist mangelhaft. Vor allem die Menschen in den ländlichen Gebieten haben kaum Zugang zu einer guten medizinischen Versorgung. Viele Kleinkinder sterben an vermeidbaren Krankheiten wie Malaria oder Atemwegserkrankungen. Häufig sind sie mangel- oder fehlernährt. Die HIV-Infektionsrate ist sehr hoch.

Bildung
Knapp mehr als die Hälfte der Mosambikaner kann lesen und schreiben, wobei der Anteil der Frauen geringer ausfällt. Obwohl die Schülerzahlen seit Beendigung des Bürgerkriegs wieder steigen, werden nur rund 60 Prozent der Kinder eingeschult. Nur etwa ein Drittel der Jugendlichen besucht eine weiterführende Schule. Es fehlt an qualitativen Bildungsangeboten. Der Unterricht findet häufig in einem nicht kindgerechten Umfeld statt und viele Lehrkräfte haben eine schlechte Ausbildung. Oft müssen Kinder eine oder mehrere Klassen wiederholen.  Der Unterricht findet meist auf Portugiesisch statt, eine Sprache, die für zwei Drittel der Bevölkerung eine Fremdsprache ist.

Lebensumfeld
Nur etwa ein Drittel der ländlichen Bevölkerung hat Zugang zu sauberem Trinkwasser und noch weniger Familien verfügen über Sanitäreinrichtungen. Daher kommt es während der Regenzeit vermehrt zu Choleraausbrüchen. Wiederkehrende Naturkatastrophen, wie Dürren und Überschwemmungen, machen Entwicklungserfolge immer wieder zunichte. 

Daten zur Programmarbeit

Programmarbeit seit 2006 
Anzahl der Patenkinder 2010: 7.200
Anzahl der Plan-Gemeinden: 36
Ein ländliches Programmgebiet im Südosten des Landes

Länderstrategie

Diese Länderstrategie beschreibt, wie Plan Mosambik und seine Partner verschiedene Ressourcen einsetzen, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von schutzbedürftigen Kindern zu verbessern. Die Länderstrategie bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit während des Zeitraums von 2010 bis 2015.

Die ausführliche Länderstrategie für Mosambik können Sie sich hier ansehen und herunterladen -> Mosambik

Nachrichten aus den Projektgebieten

11.01.2010 Mosambik - Rechte dank Geburtsurkunde

16.01.2008 Mosambik, Sambia, Simbabwe - Hochwasser im südlichen Afrika

Plan sorgt dafür, dass Mädchen wie Zaria aus Togo gesund aufwachsen können.

´