| Einwohner | 12,7 Mio. (Deutschland: 82,3 Mio.) |
| Lebenserwartung | 48 Jahre (D: 80 Jahre) |
| Kindersterblichkeit* | 194 von 1.000 (D: 4 von 1.000) |
| Pro-Kopf-Einkommen | 580 USD (D 42.440 USD) |
| Alphabetisierungsrate** | Frauen 23%, Männer 36% |
| Landesfläche | 1.240.200 qkm (D: 357.030 qkm) |
| Hauptstadt | Bamako |
| Landessprache | Französisch, Bambara, lokale Sprachen |
| Religion | Islam (ca. 75%), Christentum (5%), lokale Glaubensrichtungen |
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*pro 1.000 Lebendgeburten **bei Jugendl. (15–24 Jahre) Stand 2010
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Geografie
Mali liegt in der Sahelzone Westafrikas. Im Süden fließen der Senegal und der Niger, dessen Binnendelta mit fruchtbarem Schwemmland eine üppige Vegetation aufweist. Entlang der Flüsse wird Landwirtschaft, Rinderzucht und Fischfang betrieben. Mehr als die Hälfte des Landes ist Teil der Sahara. Der Niederschlag variiert je nach Klimazone und Jahr. Es kommt immer wieder zu Überflutungen und Dürren.
Geschichte
1898 wurde das heutige Mali von Frankreich endgültig erobert. Nach seiner Unabhängigkeit 1960 war das Land 32 Jahre lang ein sozialistischer Einparteienstaat, der nach einem Putsch 1968 stark vom prosowjetischen Militär unter Moussa Traoré dominiert wurde. Anfang der 90er Jahre entstand eine demokratische Opposition, die 1992 die ersten freien Wahlen gewannen. A.O. Konaré wurde Präsident.
Situation heute
Im Mai 2002 gewann Amadou Tourmani Touré die Präsidentschaftswahlen. Im April 2007 wurde er für eine zweite und letzte fünfjährige Amtsperiode wiedergewählt.
Malis schwache Volkswirtschaft konnte sich in den letzten Jahren erholen, bleibt aber durch innenpolitische Spannungen gefährdet.
Situation der Kinder
Fehlender Zugang zu Bildung und ärztlicher Versorgung, Kinderhandel, weibliche Genitalverstümmelung und Gefahren durch HIV und Aids sind nur einige der Kinderrechtsverletzungen in Mali.
Herausforderungen
Gesundheit
Viele Kleinkinder sterben an vermeidbaren Krankheiten wie Masern, Ruhr, Cholera, Meningitis, Tuberkulose, Hepatitis, Polio und Malaria. Ein Fünftel der Kinder kommt schon mit Untergewicht zur Welt. Ungesunde Lebensbedingungen, Mangelernährung sowie fehlende medizinische Einrichtungen erschweren die Lage zusätzlich. Die HIV-Infektionsrate steigt.
Bildung
Trotz einer offiziellen sechsjährigen Grundschulpflicht ist die Einschulungsquote niedrig. Nur etwa ein Drittel der Mädchen geht zur Schule. In Mali gibt es nicht genügend Schulen und nur wenig ausgebildete Lehrkräfte. Grundschulklassen haben oft bis zu 100 Schüler. In ländlichen Regionen werden Koranschulen bevorzugt, in denen Arabisch und der Islam gelehrt werden.
Lebensumfeld
Nur kanpp mehr als ein Drittel der Landbevölkerung hat Zugang zu sauberem Trinkwasser. Ebenso fehlen Latrinen und eine geregelte Müll- und Abwasser-entsorgung. Neben dem Vordringen der Wüste ist vor allem die Bodenerosion Malis größtes Umweltproblem. Zum Heizen und Kochen werden immer mehr Bäume abgeholzt. Außerdem sind die Böden durch Überweidung, intensiven Baumwolle-Anbau und das Abbrennen der Felder ausgelaugt.
Daten zur Programmarbeit
Programmarbeit seit 1976
Anzahl der Patenkinder im Finanzjahr 2009: 31.000
Anzahl der Plan-Gemeinden: 292
4 ländliche Programmgebiete im Südwesten des Landes
Länderstrategie
Diese Länderstrategie beschreibt, wie Plan Mali und seine Partner verschiedene Ressourcen einsetzen, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von schutzbedürftigen Kindern zu verbessern. Die Länderstrategie bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit während des Zeitraums von 2000 bis 2015.
Die ausführliche Länderstrategie für Mali können Sie sich hier ansehen und herunterladen -> Mali
Programmberichte
Der Projektbericht des Finanzjahres 2008 (Juli 2007 bis Juni 2008) gibt Ihnen einen Überblick, welche Projekte in den Schwerpunktprogrammen umgesetzt wurden.
Den ausführlichen Programmbericht für Mali können Sie sich hier ansehen und herunterladen -> Mali
Projektberichte
Wollen Sie mehr über die konkrete Arbeit von Plan und seinen Partnern vor Ort erfahren? Hier finden Sie Berichte über Projekte, die mit Hilfe Ihrer Einzelspenden umgesetzt werden. Lesen Sie, welche Fortschritte im Einzelnen erzielt wurden und wofür Plan Ihre Spendengelder einsetzt.
Abschlussbericht: „Mädchen vor Beschneidung schützen“
Die weibliche Genitalverstümmelung ist eine schwere Menschenrechtsverletzung. Im Bericht erfahren Sie, wie Plan und seine Partner durch Aufklärungsarbeit in Mali dazu beitragen, Mädchen vor der Beschneidung zu schützen.
Den ausführlichen Projektbericht für Mali können Sie sich hier ansehen und herunterladen -> Mali
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