| Einwohner | 40,9 Mio. (Deutschland: 82,1 Mio.) |
| Lebenserwartung | 56 Jahre (D: 80 Jahre) |
| Kindersterblichkeit* | 84 von 1.000 (D: 4 von 1.000) |
| Pro-Kopf-Einkommen | 770 USD (D: 42.560 USD) |
| Alphabetisierungsrate** | Frauen 93%, Männer 92% |
| Landesfläche | 582.650 qkm (D: 357.030 qkm) |
| Hauptstadt | Nairobi |
| Landessprache | Kisuaheli, Englisch |
| Religion | Christentum (70%), Islam (20%), lokale Glaubensrichtungen |
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*pro 1.000 Lebendgeburten **bei Jugendl. (15–24 Jahre) Stand 2011
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Geografie
Kenia liegt am Äquator in Ostafrika. Hinter der Küste erstreckt sich ein Hochland mit trockenen Savannen, der Nordosten ist Wüstengebiet. Die meisten Berge Kenias sind erloschene Vulkane. Der höchste Gipfel, Mount Kenia (5.199 Meter), ist ganzjährig mit Schnee bedeckt. Von Norden nach Süden verläuft der ostafrikanische Grabenbruch mit dem Turkana- und Viktoriasee.
Geschichte
Bereits vor dem 10. Jahrhundert steuerten arabische Händler die Küste Ostafrikas an. Im 15. Jahrhundert dominierten die Portugiesen den Küstenhandel. 1728 fiel die Region den Sultanen von Oman zu. Ende des 19. Jahrhunderts wurde Kenia britisches Protektorat; ab 1903 siedelten sich britische Auswanderer vor allem im Hochland an. 1920 wurde Kenia britische Kronkolonie. Der Widerstand gegen die koloniale Macht eskalierte in den fünfziger Jahren im Mau-Mau-Befreiungskrieg. Unter Jomo Kenyatta wurde Kenia 1963 unabhängig. Nach seinem Tod 1978 kam Daniel Arap Moi an die Macht und führte ein Einparteienregime ein.
1986 begannen Wirtschaftsreformen mit Unterstützung internationaler Geldgeber. 1991 wurden auf innenpolitischen Druck hin Parteien zugelassen. Der seit 1978 regierende Arap Moi gewann auch 1992 und 1997 die Wahlen. Unterschiede zwischen Kenias 42 Völkern wurden immer wieder für politische Zwecke missbraucht, sodass es vor Wahlen oft zu blutigen Unruhen und Vertreibungen kam.
Situation heute
Im Dezember 2002 gewann Emilio Mwai Kibaki die Präsidentschaftswahlen. Sein erneuter Wahlsieg in 2007 war umstritten und es kam zu gewaltsamen Protesten.Nach Verhandlungen mit der Opposition und dem ehemaligen UNO-Generalsekretär Annan wurde das Wahlergebnis schließlich anerkannt. Raila Odinga (Opposition) ist seit 2008 Premierminister. Kenia hat mit schweren landwirtschaftlichen Problemen zu kämpfen.
Situation der Kinder
Frühe Heirat, Gefahren durch HIV und Aids, häusliche Gewalt, weibliche Genitalverstümmelung sowie Mangel- und Fehlernährung sind nur einige der Kinderrechtsverletzungen in Kenia.
Herausforderungen
Gesundheit
Die staatliche medizinische Versorgung ist unzureichend und die Gesundheits-kosten sind in den letzten Jahren stark angestiegen. Kleinkinder sterben häufig an vermeidbaren Krankheiten wie Diarrhöe, Atemwegsinfekten, Malaria, Bilharziose und Masern. Mangelernährung und fehlende Hygiene verschlimmern die Situation. Das Land weist eine hohe HIV-Infektionsrate auf.
Bildung
Der ehemals vorbildliche Bildungssektor strauchelt. Zwar ist die achtjährige Grundschule seit 2002 offiziell kostenlos, jedoch ist das Grundschulsystem dem Ansturm der seitdem neu-eingeschulten Kinder nicht gewachsen. Überfüllte Klassen und Lehrermangel sind große Herausforderungen im Bildungsbereich.
Lebensumfeld
In den fruchtbaren Gegenden des Hochlandes ist Landknappheit ein großes Problem. Zudem reicht das Wasser nicht aus. Aufgrund der zunehmenden Slumbildung ist die hygienische Situation in vielen Gebieten unzureichend.
Daten zur Programmarbeit
Programmarbeit seit 1982
Anzahl der Patenkinder im Finanzjahr 2010: 71.865
Anzahl der Plan-Gemeinden: 1.402
7 Programmgebiete im Süden, Südwesten und Südosten des Landes
Länderstrategie
Diese Länderstrategie beschreibt, wie Plan Kenia und seine Partner verschiedene Ressourcen einsetzen, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von schutzbedürftigen Kindern zu verbessern. Die Länderstrategie bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit während des Zeitraums von 2011 bis 2015.
Die ausführliche Länderstrategie für Kenia können Sie sich hier ansehen und herunterladen ->Kenia
Nachrichten aus den Projektgebieten
12.01.2012 Äthiopien, Kenia, Südsudan - Versorgungslage weiter kritisch
14.10.2011 Äthiopien, Kenia, Südsudan - Ostafrika: Wettlauf gegen die Zeit
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10.08.2011 Kenia - Anlaufstelle Schule
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