| Einwohner | 1,7 Mio. (Deutschland: 82,6 Mio.) |
| Lebenserwartung | 46 Jahre (D: 79 Jahre) |
| Kindersterblichkeit* | 198 von 1000 (D: 4 von 1000) |
| Pro-Kopf-Einkommen | 200 USD (D: 38.860 USD) |
| Alphabetisierungsrate** | Frauen 87%, Männer 94% |
| Landesfläche | 36.130 qkm (D: 357.030 qkm) |
| Hauptstadt | Bissau |
| Landessprache | Portugiesisch, Criolou |
| Religion | lokale Glaubensrichtungen (40%), Islam (50%), Christentum |
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*pro 1.000 Lebendgeburten **bei Jugendl. (15–24 Jahre) Stand 2010
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Geografie
Das kleine Land an der Küste Westafrikas ist relativ flach gelegen – die höchste Erhebung von 300 Metern befindet sich im Landesinneren. Vor seiner Küste liegt das Bijagós-Archipel mit vielen, teils bewohnten Inseln. Im Osten des Festlandes findet man vorwiegend trockene Savanne, an der Küste hingegen tropischen Regenwald und Mangrovensümpfe. Wegen der flachen Topografie wirken sich die Gezeiten stark aus. Bei Flut stehen Teile des Küstenlandes bis hin zu den Flussufern im Landesinneren unter Wasser.
Geschichte
Im 15. Jahrhunderts ließen sich Portugiesen zum Sklavenhandel nieder. 1884 begann die portugiesische Kolonisierung. Nach langjährigem Befreiungskampf wurde Guinea-Bissau 1974 unter Luis Cabral unabhängig. Das Land war durch Kolonialherrschaft und dem Kampf um die Unabhängigkeit vollkommen ruiniert. Mehrere Militärputsche prägten die politische Entwicklung des unabhängigen Guinea-Bissau. 1998 gipfelte ein Putschversuch im einjährigen Bürgerkrieg. Nach Beendigung der Kämpfe wurde Kumba Yalá zum Präsidenten gewählt. 2003 erfolgte ein erneuter Militärputsch.
Situation heute
Präsident Vieira, der seit 2005 regierte, wurde im März 2009 von aufständischen Soldaten erschossen. Die Wahlen im Juni 2009 gewann Malam Bacai Sanha. Ein wichtiges innenpolitisches Thema ist die wachsende Drogenkriminalität. Guinea Bissau gehört zu den wichtigsten Umschlagplätzen für Kokain auf dem Weg von Südamerika nach Europa.
Situation der Kinder
Armut, Kinderprostitution, Unter- und Mangelernährung, fehlender Zugang zu Bildung und Gesundheitszentren sowie Gefahren durch HIV und Aids sind nur einige der Kinderrechtsverletzungen in Guinea-Bissau.
Herausforderungen
Gesundheit
Die gesundheitliche Versorgung ist unzureichend. Es gibt wenige medizinische Einrichtungen und diese sind ungleich verteilt. Medikamente und ausgebildetes Fachpersonal fehlen. Schlechte hygienische Verhältnisse, Mangelernährung und Unwissenheit sind weitere Gründe für die hohe Kindersterblichkeitsrate. Viele Kleinkinder sterben an vermeidbaren Krankheiten wie Malaria, Durchfall, Atemwegsinfekten und Masern.
Bildung
Ausbleibende Lehrergehälter, häufige Streiks, wenige öffentliche Schulen sowie eine sinkende Einschulungsquote prägen den Bildungssektor. Weit weniger als die Hälfte der Kinder wird eingeschult. Vor allem die hohe Analphabetenrate bei Mädchen und Frauen und mangelndes Interesse an ihrer Ausbildung sind zu beobachten.
Lebensumfeld
Auf dem Land fehlen Strom- und Wasseranschlüsse sowie Latrinen. Frauen legen täglich bis zu fünf Stunden zur nächsten Wasserquelle zurück. Die Abholzung der Wälder für Brennholz führt vermehrt zu Bodenerosion. Mehr als drei Viertel der Bevölkerung leben von der Landwirtschaft. Da viele Männer auswandern, um im Ausland bezahlte Arbeit zu finden, sind hauptsächlich Frauen in der Landwirtschaft tätig.
Daten zur Programmarbeit
Programmarbeit seit 1996
Anzahl der Patenkinder im Finanzjahr 2009: 21.350
Anzahl der Plan-Gemeinden: 210
2 Programmgebiete im Osten des Landes
Länderstrategie
Diese Länderstrategie beschreibt, wie Plan Guinea-Bissau und seine Partner verschiedene Ressourcen einsetzen, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von schutzbedürftigen Kindern zu verbessern. Die Länderstrategie bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit während des Zeitraums von 1999 bis 2013.
Die ausführliche Länderstrategie für Guinea-Bissau können Sie sich hier ansehen und herunterladen -> Guinea-Bissau
Programmberichte
Der Programmbericht gibt Ihnen einen Überblick über die Arbeit des Kinderhilfswerks im vergangenen Finanzjahr (Juli 2007-Juni 2008).
Den ausführlichen Programmbericht für Guinea-Bissau können Sie sich hier ansehen und herunterladen -> Guinea-Bissau
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