| Einwohner | 10,2 Mio. (82,2 Mio.) |
| Lebenserwartung | 54 Jahre (D: 80 Jahre) |
| Kindersterblichkeit* | 130 von 1.000 (D: 4 von 1.000) |
| Pro-Kopf-Einkommen | 380 USD (D: 43.330 USD) |
| Alphabetisierungsrate** | Frauen 54%, Männer 68% |
| Landesfläche | 245.857 qkm (D: 357.050 qkm) |
| Hauptstadt | Conakry |
| Landessprache | Französisch, Peul, Malinke, Soussou |
| Religion | Islam (ca. 90%), Christentum, lokale Glaubensrichtungen |
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*pro 1.000 Lebendgeburten **bei Jugendl. (15–24 Jahre) Stand 2011
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Geografie
Guinea erstreckt sich über vier klimatische und geografische Zonen: Niederguinea entlang der Atlantikküste ist eine fruchtbare Ebene, im Bergland Mittelguineas mit einem Europa vergleichbarem Klima wird Vieh gehalten, Oberguinea ist trockenes Savannengebiet und Guineas Waldregion liegt im äußersten Südosten.
Geschichte
Im 15. Jahrhundert erreichten die Portugiesen die guineische Küste. Der nachfolgende Sklavenhandel dezimierte die Bevölkerung beträchtlich. Mitte des 19. Jahrhunderts begann die französische Kolonisation. Mit der Unabhängigkeit 1958 brach Präsident Sékou Touré mit Frankreich; sein Einparteienstaat baute Beziehungen zur damaligen Sowjetunion auf.
Ende der 1970er Jahre begann eine politische Öffnung zum Westen. Nach Tourés Tod 1984 putschte sich General Conté an die Macht. Auf Druck internationaler Geldgeber führte er einschneidende Wirtschaftsreformen durch. 1991 verankerte eine neue Verfassung das Mehrparteiensystem. Erst nach innenpolitischen Protesten kam es 1993 und 1995 zu Wahlen, die Conté gewann. 1996 scheiterte ein Umsturzversuch.
Situation heute
Im Dezember 2008 starb Conté nach 24-jähriger Regierungszeit. Im Juni 2010 wurde die erste Runde der Präsidentenwahlen durchgeführt. Es waren die ersten freien Wahlen seit der Unabhängigkeit Guineas von Frankreich vor 52 Jahren. Nachdem die Stichwahl mehrmals verschoben wurde, gewann am 07. November 2010 Oppositionspolitiker Alpha Condé die Präsidentschaftswahl. Guinea zählt zu den ärmsten Ländern der Welt.
Situation der Kinder
Frühe Verheiratung, mangelnde Schulbildung, Kindesmissbrauch sowie weibliche Genitalverstümmelung sind nur einige der Kinderrechtsverletzungen in Guinea. Viele Kinder und Jugendliche leiden noch unter den Kriegserlebnissen.
Herausforderungen
Gesundheit
Besonders auf dem Land fehlen medizinische Einrichtungen mit genügend Fachpersonal. Traditionelle Heiler genießen einen hohen Stellenwert. Viele Kinder sterben an vermeidbaren Krankheiten wie Malaria, Durchfall, Atem- wegsinfekten, Tuberkulose, Cholera, Tetanus und Polio sowie an den Folgen von Mangelernährung. Die Praktik der weiblichen Genitalverstümmelung herrscht vor. Weibliche Genitalverstümmelung herrscht vor. HIV-Infektionen nehmen zu, zum Teil auch durch die starke Zuwanderung von Flüchtlingen aus den benachbarten Bürgerkriegsländern.
Bildung
Trotz Schulpflicht und kostenloser Grundschule besuchen nur die Hälfte der Kinder eine Grundschule. Es mangelt an Schulgebäuden, ausgebildetem Lehrpersonal und Lehrmaterialien. Nur knapp ein Drittel der Schüler beendet die sechste Klasse. Besonders Mädchen werden nicht zur Schule geschickt, weil sie im Haushalt helfen müssen und ihrer Bildung kaum Wert beigemessen wird. Aber auch Jungen können oft aufgrund der Armut der Eltern nicht zur Schule gehen.
Lebensumfeld
Auf dem Land leben die Menschen meist ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser oder Latrinen. Frauen und Kindern müssen kilometerlange Wege für Wasser, Brennholz und Nahrungsmittel zurücklegen. Der Bergbau hat ganze Landstriche verwüstet. In Oberguinea ist die Verschlechterung der Bodenqualität ein großes Problem. In der Waldregion führen Rodungen, die durch den Zustrom von Flüchtlingen zunehmen, zu Bodenerosion.
Daten zur Programmarbeit
Programmarbeit seit 1989
Anzahl der Patenkinder im Finanzjahr 2011: 34.275
Länderstrategie
Diese Länderstrategie beschreibt, wie Plan Guinea und seine Partner verschiedene Ressourcen einsetzen, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von schutzbedürftigen Kindern zu verbessern. Die Länderstrategie bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit während des Zeitraums von 2004 bis 2019.
Die ausführliche Länderstrategie für Guinea können Sie sich hier ansehen und herunterladen -> Guinea
Nachrichten aus den Projektgebieten
17.08.2011 Guinea - Verbesserung der Schulen in Guinea
25.11.2010 Guinea, Liberia - Betreuung von Gewaltopfern in Westafrika
04.02.2010 Guinea - Beschneidungsfreie Dörfer
23.01.2007 Guinea - Projektarbeit trotz Streiks und Unruhen
20.12.2006 Guinea - Generalstreik in Guinea-Bissau
