| Einwohner | 15,2 Mio (Deutschland: 82,3 Mio.) |
| Lebenserwartung | 53 Jahre (D: 80 Jahre) |
| Kindersterblichkeit* | 169 von 1.000 (D: 4 von 1.000) |
| Pro-Kopf-Einkommen | 480 USD (D: 42.440 USD) |
| Alphabetisierungsrate** | Frauen 33%, Männer 47% |
| Landesfläche | 274.200 qkm (D: 357.030 qkm) |
| Hauptstadt | Ouagadougou |
| Landessprache | Französisch, Moré, Dioula, Ful |
| Religion | Islam (50%), Christentum (10-20%), lokale Glaubensrichtungen |
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*pro 1.000 Lebendgeburten **bei Jugendl. (15–24 Jahre) Stand 2010
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Geografie
Burkina Faso, das "Land der Aufrechten", liegt im trockenen und flachen Savannengürtel Westafrikas. Vom Flusssystem des schwarzen, roten und weißen Volta führt nur der schwarze Volta ganzjährig Wasser. Im Süden herrscht ein feuchtes Klima mit einer fünfmonatigen Trockenzeit. Zum Norden hin wird es trockener; im äußersten Norden liegen Halbwüsten. Starke Niederschläge während der Regenzeit tragen zur Bodenerosion bei.
Geschichte
Mit der französischen Eroberung Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Gebiet des heutigen Burkina Fasos als Obervolta Teil Französisch-Westafrikas. 1960 wurde das Land unabhängig. 1966 kam es zum ersten Militärputsch; danach wechselten sich verschiedene Zivil- und Militärregierungen ab. 1983 putschte sich Thomas Sankara an die Spitze eines sozialistischen Systems. Grund und Boden wurden verstaatlicht, Sozialleistungen erweitert und das Land in Burkina Faso umbenannt.
Situation heute
1987 gelangte Blaise Compaoré durch einen weiteren Putsch an die Macht. 1991 wurde er in Wahlen bestätigt und regiert mittlerweile in seiner dritten Amtszeit. Trotz eigener und internationaler Entwicklungsanstrengungen gehört Burkina Faso nach wie vor zu den ärmsten Ländern der Welt.
Situation der Kinder
Hohe Analphabetenraten, vor allem bei Mädchen, Gefahren durch HIV und Aids, frühe und Zwangsheirat sowie weibliche Genitalverstümmelung sind nur einige der Kinderrechtsverletzungen in Burkina Faso.
Herausforderungen
Gesundheit
Es mangelt an Gesundheitsstationen, sauberem Trinkwasser und Nahrungsmitteln. Viele Kinder sterben an Malaria, Diarrhöe und Atemwegsinfekten. Trotz gesetzlichem Verbot ist die weibliche Genitalverstümmelung immer noch gängige Praxis.
Bildung
Der Schulbesuch ist kostenlos und das System nach französischem Vorbild aufgebaut. Obwohl eine siebenjährige Schulpflicht herrscht, besucht nur knapp ein Drittel der Kinder die Grundschule, wobei mehr Jungen als Mädchen
eingeschult werden. Es mangelt an Gebäuden und Lehrpersonal. Der durchschnittliche Schulweg beträgt auf dem Land sechs bis acht Kilometer. Die ersten drei Jahre wird in Mooré (Mossi), danach in Französisch unterrichtet. In Koranschulen werden die Lehren des Islam unterrichtet.
Lebensumfeld
Auf dem Land gibt es kaum Strom und sauberes Trinkwasser; Latrinen und eine geregelte Abfallentsorgung fehlen. Bodenerosion, Überweidung und die Ausbreitung der Wüste sind weitere Probleme des Landes.
Daten zur Programmarbeit
Programmarbeit seit 1976
Anzahl der Patenkinder im Finanzjahr 2009:45.040
Anzahl der Plan-Gemeinden: 2.000 (ca. 197.759 Familien)
5 ländliche Programmgebiete im Westen und Osten des Landes
Länderstrategie
Diese Länderstrategie beschreibt, wie Plan Burkina Faso und seine Partner verschiedene Ressourcen einsetzen, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von schutzbedürftigen Kindern zu verbessern. Die Länderstrategie bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit während des Zeitraums von 2002 bis 2011.
Die ausführliche Länderstrategie für Burkina Faso können Sie sich hier ansehen und herunterladen -> Burkina Faso
Programmberichte
Der Programmbericht des Finanzjahres 2008 (Juli 2007 bis Juni 2008) gibt Ihnen einen Überblick, welche Projekte in den fünf Schwerpunktprogrammen umgesetzt wurden.
Den ausführlichen Programmbericht für Burkina Faso können Sie sich hier ansehen und herunterladen -> Burkina Faso
Nachrichten aus den Projektgebieten
08.09.2009 | Burkina Faso - Überflutungen in Westafrika
03.03.2008 | Burkina Faso - Von der Mühle bis zur Aufpäppelstation
07.01.2008 | Burkina Faso - "Sie haben meine Eltern überzeugt"
12.09.2007 | Burkina Faso, Niger, Benin, Togo, Sudan - Fluten in West- und Ostafrika
08.06.2007 | Burkina Faso - Unterwegs im Zeichen der Hoffnung
