Benin

Einwohner 8,7 Mio. (Deutschland: 82,3 Mio.)
Lebenserwartung 61 Jahre (D: 80 Jahre)
Kindersterblichkeit* 121 pro 1.000 (D: 4 pro 1.000)
Pro-Kopf-Einkommen 690 USD (D: 42.440 USD)
Alphabetisierungsrate** Frauen 41%, Männer 63%
Landesfläche 112.680 qkm (D: 357.030 qkm)
Hauptstadt Porto Novo (Regierungssitz: Cotonou)
Landessprache Französisch, lokale Sprachen
Religion Christentum (35%), Islam (25%), lokale Glaubensrichtungen, vor allem Voodoo
*pro 1.000 Lebendgeburten  **bei Jugendl. (15–24 Jahre)  Stand 2010

Geografie

Benin liegt im Westen Afrikas am Golf von Guinea. Die Feuchtsavanne im Süden ist von Flüssen und Seen durchzogen und nimmt den größten Teil der Landesfläche ein. Im Norden reichen Busch- und Dornensavannen bis zu den 800 Meter hohen Atakora-Bergen, die im Nordosten zum Flussbett des Niger abfallen. Im tropisch-heißen Süden gibt es zwei Regenzeiten, die sich mit Trockenperioden abwechseln; der Norden ist, abgesehen von einer kurzen Regenzeit, sehr trocken. 

Geschichte

1625 gründeten die Fon das Königreich Dahomey, das die Franzosen Ende des 19. Jahrhunderts unterwarfen. Nach der Unabhängigkeit 1960 benannte der sozialistische Präsident Kérékou das Land in Benin um. 1991 fanden die ersten Wahlen statt.

Situation heute

Seit 1991 haben vier Präsidentschaftswahlen stattgefunden. Seit März 2006 regiert Dr. Boni Yayi Präsident. Die größte Herausforderung bleibt die Bekämpfung der Armut. Benin zählt zu den ärmsten Staaten der Welt. Die Wirtschaft leidet weiterhin an strukturellen Problemen, kaum vorhandener Industrie, der Abhängigkeit von Nigeria sowie der hohen Auslandsverschuldung. Trotz 60 Völkern und 90 Sprachen gibt es wenig ethnische Spannungen – nur im Wahlkampf werden diese thematisiert.






Situation der Kinder

Vor allem Mädchen gehen nicht zur Schule. Früh- und Zwangsheirat, weibliche Genitalverstümmelung, Kinderhandel sowie schwere Kinderarbeit sind einige Kinderrechtsverletzungen in Benin.

Herausforderungen

Gesundheit
Die medizinische Versorgung der Bevölkerung ist mangelhaft. Überall fehlt es an Krankenhäusern, Medikamenten und ausgebildetem Personal. Nur etwa ein Drittel der Beniner in ländlichen Regionen leben in Reichweite von Gesundheitsdiensten, da diese sich vorwiegend in Städten befinden. Benins hohe Kindersterblichkeitsrate ist auf viele Faktoren zurückzuführen: Unter- und Mangelernährung, niedrige Impfraten sowie religiöse Einstellungen der Erwachsenen zu Krankheit. Die HIV-Infektionsrate steigt.

Bildung
Trotz allgemeiner Schulpflicht gehen nur zwei Drittel aller Kinder zur Schule, da besonders auf dem Land Schulen fehlen oder schlecht ausgestattet sind. Vor allem Mädchen beenden die Schule vorzeitig, um zum Familienunterhalt beizutragen.

Lebensumfeld
Die mangelnde Trinkwasserversorgung stellt ein großes Problem in Benin dar. Weniger als zwei Drittel der Beniner in den ländlichen Gebieten haben Zugang zu sauberem Trinkwasser. Sanitäre Einrichtungen fehlen in den ländlichen Gebieten. Frauen und Kinder legen weite Wege zurück, um Wasser zu holen.

 

Daten zur Programmarbeit

Programmarbeit seit 1995
Anzahl der Patenkinder im Finanzjahr 2009: 25.970
Anzahl der Plan-Gemeinden: 608 (50.558 Familien)
2 ländliche Programmgebiete im Norden und Süden des Landes

Länderstrategie

Die Länderstrategie beschreibt, wie Plan Benin und seine Partner verschiedene Ressourcen einsetzen, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von schutzbedürftigen Kindern zu verbessern. Die Länderstrategie bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit während des Zeitraums von 2003 bis 2013.

Die ausführliche Länderstrategie für Benin können Sie sich hier ansehen und herunterladen -> Benin

Programmberichte

Der Programmbericht des Finanzjahres 2008 (Juli 2007 bis Juni 2008) gibt Ihnen einen Überblick, welche Projekte in den Schwerpunktprogrammen umgesetzt wurden.


Den ausführlichen Programmbericht für Benin können Sie sich hier ansehen und herunterladen -> Benin

Nachrichten aus den Projektgebieten

13.04.2010 | Benin - Besuch beim Patenkind in Afrika

08.05.2009 | Benin - Zweite Heimat Afrika

02.10.2007 | Benin, Ghana - Nothilfe für Flutopfer

20.09.2007 | Benin, Ghana, Sudan - Kinder im Fokus der Nothilfe für Afrika

18.09.2007 | Benin, Ghana - Obdachlos durch die Flut

Mehr Informationen zu Kindern in Afrika:  
Kinder in Afrika Ägypten Kinder in Afrika Äthiopien
Kinder in Afrika Benin Kinder in Afrika Burkina Faso
Kinder in Afrika Ghana Kinder in Afrika Guinea
Kinder in Afrika Guinea-Bissau Kinder in Afrika Kamerun
Kinder in Afrika Kenia Kinder in Afrika Liberia
Kinder in Afrika Malawi Kinder in Afrika Mali
Kinder in Afrika Mosambik Kinder in Afrika Niger
Kinder in Afrika Ruanda Kinder in Afrika Sambia
Kinder in Afrika Senegal Kinder in Afrika Sierra Leone
Kinder in Afrika Simbabwe Kinder in Afrika Sudan
Kinder in Afrika Tansania Kinder in Afrika Togo
Kinder in Afrika Uganda  

Mein Traum ist es, Ärztin zu werden, um den aidskranken Menschen in meinem Dorf zu helfen.

´