Benin

Einwohner 9,2 Mio. (Deutschland: 82,1 Mio.)
Lebenserwartung 62 Jahre (D: 80 Jahre)
Kindersterblichkeit* 118 pro 1.000 (D: 4 pro 1.000)
Pro-Kopf-Einkommen 750 USD (D: 42.440 USD)
Alphabetisierungsrate** Frauen 42%, Männer 64%
Landesfläche 112.622 qkm (D: 357.050 qkm)
Hauptstadt Porto Novo (Regierungssitz: Cotonou)
Landessprache Französisch, lokale Sprachen
Religion Christentum, Islam, lokale Glaubensrichtungen, vor allem Voodoo
*pro 1.000 Lebendgeburten  **bei Jugendl. (15–24 Jahre)  Stand 2011

Geografie

Benin liegt im Westen Afrikas am Golf von Guinea. Die Feuchtsavanne im Süden ist von Flüssen und Seen durchzogen und nimmt den größten Teil der Landesfläche ein. Im Norden reichen Busch- und Dornensavannen bis zu den 800 Meter hohen Atakora-Bergen, die im Nordosten zum Flussbett des Niger abfallen. Im tropisch-heißen Süden gibt es zwei Regenzeiten, die sich mit Trockenperioden abwechseln; der Norden ist, abgesehen von einer kurzen Regenzeit, sehr trocken. 

Geschichte

1625 gründeten die Fon das Königreich Dahomey, das die Franzosen Ende des 19. Jahrhunderts unterwarfen. Nach der Unabhängigkeit 1960 benannte der sozialistische Präsident Kérékou das Land in Benin um. 1991 fanden die ersten Wahlen statt.

Situation heute

Seit 1991 haben fünf Präsidentschaftswahlen stattgefunden. Seit März 2006 regiert Dr. Boni Yayi das Land. Im März 2011 wurde er für eine zweite Amtszeit wiedergewählt. Die größte Herausforderung bleibt die Bekämpfung der Armut. Benin zählt zu den ärmsten Staaten der Welt. Die Wirtschaft leidet weiterhin an strukturellen Problemen, kaum vorhandener Industrie, der Abhängigkeit von Nigeria sowie der hohen Auslandsverschuldung. Trotz 60 Völkern und 90 Sprachen gibt es wenig ethnische Spannungen – nur im Wahlkampf werden diese thematisiert. 



Situation der Kinder

Vor allem Mädchen gehen nicht zur Schule. Früh- und Zwangsheirat, weibliche Genitalverstümmelung, Kinderhandel sowie schwere Kinderarbeit sind einige Kinderrechtsverletzungen in Benin.

Herausforderungen

Gesundheit
Die medizinische Versorgung der Bevölkerung ist mangelhaft. Überall fehlt es an Krankenhäusern, Medikamenten und ausgebildetem Personal. Nur etwa ein Drittel der Beniner in ländlichen Regionen leben in Reichweite von Gesundheitsdiensten, da diese sich vorwiegend in Städten befinden. Benins hohe Kindersterblichkeitsrate ist auf viele Faktoren zurückzuführen: Unter- und Mangelernährung, niedrige Impfraten sowie religiöse Einstellungen der Erwachsenen zu Krankheit. Die HIV-Infektionsrate steigt.

Bildung
Trotz allgemeiner Schulpflicht gehen nur zwei Drittel aller Kinder zur Schule, da besonders auf dem Land Schulen fehlen oder schlecht ausgestattet sind. Vor allem Mädchen beenden die Schule vorzeitig, um zum Familienunterhalt beizutragen.

Lebensumfeld
Die mangelnde Trinkwasserversorgung stellt ein großes Problem in Benin dar. Nur etwa zwei Drittel der Beniner in den ländlichen Gebieten haben Zugang zu sauberem Trinkwasser. Sanitäre Einrichtungen fehlen in den ländlichen Gebieten. Frauen und Kinder legen weite Wege zurück, um Wasser zu holen.

 

Daten zur Programmarbeit

Programmarbeit seit 1995
Anzahl der Patenkinder im Finanzjahr 2010: 25.789
Anzahl der Plan-Gemeinden: 751
2 ländliche Programmgebiete im Norden und Süden des Landes

Länderstrategie

Die Länderstrategie beschreibt, wie Plan Benin und seine Partner verschiedene Ressourcen einsetzen, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von schutzbedürftigen Kindern zu verbessern. Die Länderstrategie bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit während des Zeitraums von 2003 bis 2013.

Die ausführliche Länderstrategie für Benin können Sie sich hier ansehen und herunterladen -> Benin

Nachrichten aus den Projektgebieten

22.11.2010 Benin, Haiti - 100.000 Euro zusätzlich für Benin und Haiti

28.09.2010 Benin - Sauberes Wasser – bessere Leben

13.04.2010 Benin - Besuch beim Patenkind in Afrika

08.05.2009 Benin - Zweite Heimat Afrika

02.10.2007 Benin, Ghana - Nothilfe für Flutopfer

Mein Traum ist es, Ärztin zu werden, um den aidskranken Menschen in meinem Dorf zu helfen.

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