Hilfe für Gemeindeschulen - Guinea-Bissau
Guinea-Bissau ist eines der kleinsten Länder Westafrikas. Nur gut die Hälfte der Kinder besucht die Grundschule, gerade 4,1 Prozent schließen sie ab. Damit mehr Kinder zur Schule gehen können, lässt Plan in zehn Gemeindeschulen in Bafatá neue Klassenräume bauen, schult Lehrkräfte und stellt Lehr- und Lernmaterial zur Verfügung.Im Programmgebiet Bafatá ist der Besuch einer Grundschule keine Selbstverständlichkeit, erst recht nicht für Mädchen. Nur 53,7 Prozent der schulpflichtigen Kinder besucht eine Grundschule. Einen Abschluss schaffen gerade mal 4,1 Prozent der Kinder. In vielen Dörfern mangelt es an Grundschulen. Die Gemeinden gründen deshalb eigene Schulen, die aber nur vier Jahre Unterricht anbieten und an denen es an qualifizierten Lehrkräften und kindgerechten Lernmaterialien mangelt.
Viele Eltern betrachten einen Schulbesuch deshalb als unnötigen Kostenfaktor und lassen ihre Kinder lieber im Haus oder auf dem Feld mitarbeiten. Wer die fünfte und sechste Klasse besuchen und einen Abschluss machen möchte, muss zudem die Gemeinde verlassen. Das führt dazu, dass gerade Mädchen kaum eine Chance haben, die Grundschule zu besuchen und abzuschließen.
Neue Schulräume und kindgerechtes Lernmaterial
Plan will mit diesem Projekt die Bildungssituation in Bafatá maßgeblich verbessern. Zehn Schulen bekommen einen neuen Klassenraum, der jeweils mit Hilfe der Gemeindemitglieder gebaut wird. Außerdem werden nach Geschlechtern getrennte Toiletten mit Waschbecken errichtet. An zwei Gemeindeschulen führt Plan zudem eine fünfte und sechste Klasse ein. Mit diesem Pilotprojekt soll die besonders hohe Rate der Schulabbrecher zwischen dem vierten und fünften Schuljahr gesenkt werden. Insgesamt bekommen 18 Schulen in dem Programmgebiet kindgerechte Bücher sowie Lehrmaterial zur Verfügung gestellt.
Fortbildungen für Lehrer
Da Lehrerinnen und Lehrer oft selber weniger als sechs Jahre zur Schule gegangen sind, sind sie zumeist wenig qualifiziert und haben geringe Kenntnisse, wie sie Lehrinhalte gut an Kinder vermitteln können. 45 Lehrerinnen und Lehrer werden deshalb jeweils drei Jahre lang geschult und begleitet. Die Inhalte orientieren sich an den von UNICEF aufgestellten Anforderungen für Lehrkräfte. Am Ende ihrer Fortbildung erhalten sie ein Zertifikat. Das Projekt „Hilfe für Gemeindeschulen“ verhilft 6.000 Kindern in 30 Gemeinden zu einer besseren Grundbildung.
Helfen auch Sie, dass Mädchen und Jungen in Guinea-Bissau künftig zur Grundschule gehen können und in einer kindgerechten, sicheren Umgebung lernen können.
Bei Mehreinnahmen werden die Spenden für andere dringende Plan-Projekte verwendet.

