Wunderkarten setzt sich für Kamalari-Projekt ein

Bei der Grußkartenplattform Wunderkarten.de können die User Einladungen, Glückwünsche und Ankündigungen und Einladungen mit persönlichen Fotos und Texten gestalten und verschicken. Der Online-Anbieter spendet seit Oktober 2011 für das Plan-Projekt in Nepal.

Auf dem Internetportal Wunderkarten.de können Nutzer individuelle Grußkarten, Foto-Karten und Fotobücher für jeden Anlass selbst gestalten und als gedruckte Karte bestellen oder auch direkt verschicken. Für jeden bestellten Warenkorb spendet Wunderkarten

1 Euro an das Kamalari-Projekt von Plan in Nepal. Dem Besteller entstehen dadurch keinerlei Zusatzkosten.

 

Kinderarbeit ist in Nepal seit 2000 offiziell verboten. Dennoch gehört die Ausbeutung vieler Mädchen der Tharu - einer Ethnie im Südwesten des Landes nahe der indischen Grenze - zum Alltag. Sie werden als sogenannte "Kamalari" hart arbeitende Frauen" für einen Minimallohn von 40 bis 50 Euro jährlich verkauft. Schon im Alter von fünf Jahren müssen sie als Hausmädchen für wohlhabende Familien und Großgrundbesitzer schuften. Ihre Arbeitstage sind 14 bis 16 Stunden lang, oft sind sie Gewalt und sexuellem Missbrauch schutzlos ausgesetzt.

 

Erfolgreiche Plan-Arbeit


Seit Beginn des Projektes zur Abschaffung des Kamalari-Systems im Februar 2006 konnte Plan Nepal zusammen mit seinem lokalen Partner SWAN bereits  mehr als 1.700 Sklaven-Mädchen in Dang befreien. Die Kamalari-Praxis gilt in dem Distrikt mittlerweile als komplett abgeschafft. Plan setzt sich für die Opfer dieser Praxis ein und holt die betroffenen Mädchen in ihre Familien zurück. Plan hat dieses erfolgreiche Projekt seit Anfang 2010 auf die Bezirke Kailali und Kanchanpur ausgeweitet. Dort brauchen noch mehr als 4.000 Mädchen dringend Unterstützung.

 

Start ins neue Leben


Nach der Rückkehr in ihre Dörfer brauchen die Mädchen oft psychologische Hilfe. In speziellen Förderkursen werden sie anschließend darauf vorbereitet, in die staatlichen Schulen zurückzukehren. In den Kursen erfahren die ehemaligen Kamalari auch viel über Kinderrechte, Gleichberechtigung und gesundheitliche Themen.

Plan bestärkt die befreiten Mädchen und jungen Frauen darin, sich für die Abschaffung der Kamalari-Praxis zu engagieren und an Aufklärungskampagnen in den Gemeinden teilzunehmen. Oft wissen die Familien gar nicht, was wirklich mit ihren Töchtern passiert, nachdem sie diese in die Fremde geschickt haben. Die befreiten Kamalari-Mädchen führen deshalb in den Dörfern und Schulen Theaterstücke auf, in denen sie ihr Schicksal aufzeigen. Oder sie veranstalten Proteste und Märsche, wenn sich zum Beispiel im Januar das Margi-Fest nähert, das Neujahrsfest, zu dem traditionell viele Tharu-Mädchen in Haushalte vermittelt werden.

 

Weitere Informationen: Wunderkarten.de

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