Kontakt

Haben Sie Fragen?

Wir beantworten sie Ihnen gern:

Kerstin Straub
Leiterin Kommunikation
Tel. (0 40) 611 40-251/-281

Barbara Baden
PR-Assistentin
Tel. (0 40) 611 40-251

Daniela Hensel
Pressereferentin
Tel. (0 40) 611 40-219

Antje Schröder
Pressereferentin
Tel. (0 40) 611 40-281

Marc Tornow
Pressereferent
Tel. (0 40) 611 40-177

Claudia Ulferts
Pressereferentin
Tel. (0 40) 611 40-267

Barbara Wessel
Pressereferentin
Tel. (0 40) 611 40-204

Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen/DZI - DZI Spenden-Siegel: Geprüft + Empfohlen
15.06.2009

Plan-Studie zeigt "unsichtbares Leid" afrikanischer Kinder

Kinderhilfswerk fordert mehr Hilfe für Ex-Kindersoldaten und Kriegswaisen

Hamburg, 15. Juni 2009 – "Im Busch wurden wir von Soldaten überrascht. Sie schnitten meinem Vater die Kehle durch und verbrannten meinen großen Bruder bei lebendigem Leib." Diese Szene, die ein  12-jähriges Mädchen in Burkina Faso mit ansehen musste, ist nur eines der erschütternden Erlebnisse, die in der neuen Plan-Studie "Unsichtbares Leid" dokumentiert ist. Unzählige Kinder und Jugendliche in Afrika sind von Krieg und Gewalt traumatisiert und leiden oft ein Leben lang. Zum Tag des afrikanischen Kindes am 16. Juni fordert Plan effektive Hilfe für Kriegswaisen und ehemalige Kindersoldaten.

 

Marianne M. Raven, Geschäftsführerin von Plan Deutschland: "Vor allem Mädchen, die bewaffnete Konflikte und Gewalt erlebt haben, geraten leicht in einen Teufelskreis aus Armut und Prostitution. Viele haben ihre Eltern im Krieg verloren, wurden missbraucht oder erlitten andere Misshandlungen. Sie sehen oft nur einen Ausweg, um zu überleben und verkaufen ihren Körper. Diese Mädchen brauchen Schutz und psycho-soziale Betreuung. Plan hilft ihnen, wieder Lebensmut zu fassen und neue Perspek-tiven zu finden."

 

Für die aktuelle Plan-Studie "Unsichtbares Leid" interviewten Psychologen 1.000 Mädchen und Jungen in Burkina Faso, Kamerun, Liberia, Sierra Leone und Togo. Die Forscher waren entsetzt über das Ausmaß der Verzweiflung und die erschütternden Berichte der Kinder. Zwei Drittel aller befragten Kriegswaisen hatten einen Selbstmordversuch unternommen oder planten, sich das Leben zu nehmen. Plan sorgte umgehend für die medizinische und psychologische Betreuung der Minderjährigen.

 

Am Tag des afrikanischen Kindes machen Mädchen und Jungen der afrikanischen Partnergemeinden von Plan mit vielfältigen Aktionen auf ihre Situation und Rechte aufmerksam. In Theateraufführungen und Radiosendungen greifen sie eigene Erfahrungen auf und  sensibilisieren Erwachsene und andere Heranwachsende für Gefahren wie den Kinderhandel.

 

In Deutschland gibt die Erlebnisausstellung Weil wir Mädchen sind ... von Plan einen Einblick in den Alltag von Mädchen weltweit, darunter Djenebou in Mali. Die interaktive Schau ist bis 20. September 2009 im DLM Ledermuseum in Offenbach zu sehen. Weitere Informationen finden Sie unter www.weil-wir-maedchen-sind.de.

 

Kontakt:
Plan International Deutschland e. V.
Pressestelle, Bramfelder Straße 70, 22305 Hamburg
Ute Kretschmann, Tel. (0 40) 61 140-152/-251  
Antje Schröder, Tel. (0 40) 61-140 281

 

Ich möchte mich informieren über: