Plan richtet erste Notunterkünfte in Jacmel ein
Katastrophenhilfe des Kinderhilfswerks in HaitiHamburg, 16. Januar 2010 – Das Kinderhilfswerk Plan International hat in der vom Erdbeben zerstörten Region Jacmel erste Unterkünfte für überlebende Opfer eingerichtet. Zunächst werden 1.000 Obdachlose versorgt, weitere 4.000 Zelte für 16.000 Menschen werden aus der Dominikanischen Republik erwartet. Plan versorgt die Familien in Jacmel mit Wasser, Lebensmitteln und anderen Dingen des täglichen Bedarfs. Medikamente und weitere Hilfsgüter sind unterwegs.
Plans umfangreiches Hilfsprogramm für die Erdbebenregionen ist trotz der widrigen Umstände angelaufen. Die 143 Mitarbeiter in Haiti versorgen Opfer mit Hilfsgütern, weitere Plan-Teams aus der Dominikanischen Republik und anderen Teilen der Region sind inzwischen vor Ort eingetroffen. Ihr besonderes Augenmerk gilt den verletzten und traumatisierten Kindern. Die Teams unterstützen die Soforthilfe und beginnen, bereits den Bedarf für längerfristige Hilfe zu ermitteln.
Der Zugang in die Katastrophengebiete ist weiterhin erschwert, da der Flughafen nur eingeschränkt und der zerstörte Hafen gar nicht genutzt werden kann, auf den Straßen sind Transporte möglich. Der Länder-Direktor von Plan Haiti, Rezene Tesfamariam, berichtet: "Beispielsweise in Jacmel ist Plan Haiti als kompetente Hilfsorganisation bekannt, das erleichtert die Zusammenarbeit mit lokalen Institutionen. Mit den Plan-Teams aus den Nachbarländern können wir uns gezielt für die Menschen einsetzen. Es gibt jedoch unglaublich viel zu tun. Die Versorgung mit Wasser, Nahrung und Medikamenten ist weiterhin schwierig, viele Krankenhäuser sind zerstört. Das wichtigste ist der Schutz der Kinder, deren gesundheitliche und seelische Betreuung in dieser furchtbaren Situation." Tesfamariam berichtet von ersten Plünderungen und einem starken Anstieg des Benzinpreises von 3 auf 25 US-Dollar je Gallone.
Plan ist seit 1973 in Haiti tätig. Derzeit betreuen 143 lokale Mitarbeiter die Entwicklungsprogramme in rund 100 Partnergemeinden für mehr als 150.000 Familien. Schwerpunkte liegen in den Bereichen Bildung und Gesundheit. Plan arbeitet im Nordosten, Südwesten und den Zentralprovinzen. Dazu zählen Port-au-Prince, Croix-des-Bouquets, Frères und Jacmel, die am stärksten vom Erdbeben betroffenen Regionen.
Plans Spendenkonto für die Nothilfe in Haiti:
Plan International Deutschland e.V.
Postbank Hamburg
Konto-Nr. 0001623207
Bankleitzahl 20010020
Stichwort "Haiti/Katastrophenhilfe"
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