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21.06.2010

G8-Gipfel Kanada

Hilfsorganisationen rufen Bundesregierung zu stärkerem Einsatz für Kinder- und Müttergesundheit auf

Bonn/Berlin, 18. Juni 2010. Die deutsche Bundesregierung muss trotz Sparpaket und Wirtschaftskrise beim kommenden G8-Gipfel in Kanada dringend mehr Geld für die Gesundheit von Müttern und Kindern bereitstellen. Dies forderten heute mehrere Hilfsorganisationen, darunter CARE Deutschland-Luxemburg, Plan Deutschland, Deutsche Stiftung Weltbevölkerung, Save the Children, World Vision, Terre des Hommes und action medeor. "Wir begrüßen die Bemühungen der kanadischen Regierung, dem Thema Kinder- und Müttergesundheit auf dem G8-Gipfel einen hohen Stellenwert einzuräumen und eine neue Initiative zur Verbesserung der Mütter- und Kindergesundheit zu verabschieden“, sagt Heribert Scharrenbroich, Vorsitzender von CARE Deutschland-Luxemburg. „Die Bundesregierung sollte durch klare politische und finanzielle Zusagen eine wegweisende Vorreiterrolle übernehmen." Bislang hat es allerdings von der Bundesregierung noch keine eindeutige Stellungnahme dazu geben, welche Verpflichtungen sie dabei eingehen wird.

 

Jedes Jahr sterben weltweit mehr als 300.000 Frauen während Schwangerschaft und Geburt, fast acht Millionen Kinder erleben ihren fünften Geburtstag nicht. "Das ist ein Skandal, vor allem, weil mit kostengünstigen und einfachen Mitteln die meisten Mütter und Kinder gerettet werden könnten", sagt Kathrin Wieland, deutsche Geschäftsführerin von Save the Children. "Frauen und Kinder haben beispielsweise in vielen Ländern Afrikas keinen Zugang zu Gesundheitssystemen. Fehlende Familienplanung, schlechte Gesundheitsversorgung, unzureichende Aufklärung über Hygiene und Ernährung  haben oft tödliche Folgen."

 

Im kanadischen Huntsville treffen sich vom 25. bis 26. Juni die Staatschefs der G8-Länder. Dabei werden sie unter anderem auch über eine Initiative zur Verbesserung der Mütter- und Kindergesundheit beraten und sich entsprechend zu konkreten Handlungsschritten und finanziellen Zusagen verpflichten müssen. Bereits beim letzten Treffen der G8 in L’Aquila bekannten sich die teilnehmenden Nationen zu einer Verbesserung der Mütter- und Kindergesundheit. Die gesundheitsbezogenen Millenniumsziele sind wesentliche Grundlage für die erfolgreiche Erreichung der anderen Ziele. "Es liegt in der Hand von Bundeskanzlerin Merkel, die internationalen politischen Gipfeltreffen in diesem Jahr zu nutzen, um dem Menschenrecht auf Gesundheit die angemessene hohe Bedeutung und Anerkennung entgegenzubringen", sagt Christoph Waffenschmidt, Vorstandsvorsitzender von World Vision.

 

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