Neuland: Mädchen in den Städten und im Cyberspace
Neuland: Mädchen in den Städten und im Cyberspace Der Bericht "Weil ich ein Mädchen bin" im Jahr 2010 befasst sich mit dem Leben von Mädchen in zwei der am schnellsten wachsenden Bereiche heute – in Städten und in der digitalen Welt. Beide bieten Mädchen und jungen Frauen neue Chancen, bergen zugleich aber auch neue Gefahren: Risiken, die wenig reguliert oder erforscht sind. Doch auch in den wachsenden Städten und der digitalen Welt haben Mädchen das gleiche Recht auf Schutz und Chancengleichheit wie überall sonst.Der Bericht beleuchtet die Gründe aus denen Mädchen in die Städte ziehen. So sind es vor allem familiäre Probleme, zuvorderst häusliche Gewalt, die sie veranlassen, ihr Zuhause zu verlassen. Er stellt die Gefahren dar, denen Mädchen im städtischen Umfeld ausgesetzt sind: So führen Armut, eine hohe Bevölkerungsdichte, schlechte Hygieneverhältnisse, unbeleuchtete Straßen, ein Mangel an Wohnraum und sexuelle Belästigung dazu, dass Mädchen sich nicht sicher fühlen – und in Slumgebieten leben Mädchen oftmals noch gefährlicher. Von den 100 Millionen Straßenkindern sollen nach UN-Schätzungen etwa 30 Prozent Mädchen sein.
Digitale Welten
Ähnlich verhält es sich mit den Informationstechnologien und Medien. Der Zugang zu Computern, zu Mobiltelefonen und zum Internet eröffnet vor allem heranwachsenden Mädchen neue Möglichkeiten, um mit anderen in Kontakt zu bleiben, um sich weiterzubilden, nützliche Kompetenzen und Fertigkeiten zu erwerben.
Doch das Internet bringt auch Gefahren mit sich. Mädchen werden häufig Opfer moderner Formen von Missbrauch, denn das Internet ermöglicht scheinbar sichere Beziehungen zwischen Fremden. Darüber hinaus nehmen die Fälle zu, in denen Kinder von anderen Kindern via Internet oder Mobiltelefon misshandelt und gemobbt werden.
Zusammen mit Women in Cities International hat Plan einen Handlungsaufruf entwickelt. Alle Mädchen haben das Recht auf:
1. Zugang zu sicheren Bildungseinrichtungen in der Stadt
2. Schutz vor Gewalt in der Stadt
3. Sichere und angemessene Wohnbedingungen
4. Die Möglichkeit, sich sicher in der Stadt zu bewegen
5. Bezahlbare und leicht zugängliche Dienstleistungen in der Stadt
6. Altersgerechte und angemessene Arbeit in einem gesunden, städtischen Umfeld
7. Sichere Orte in der Stadt
8. Partizipation, um Städte sicherer, integrativer und zugänglicher zu machen
Handlungsaufruf – Mädchen und Technologie
Regierungen und die Zivilgesellschaft sind aufgefordert,
1. Dafür zu sorgen, dass mehr Mädchen Zugang zu IT-Hardware haben und
diese nutzen können
2. In die Ausbildung von Mädchen in den Bereichen Mathematik,
Wissenschaften und Berufsbildung zu investieren
3. Schutzmechanismen im Internet auszuweiten und zu verbessern
4. Gewalt gegen Mädchen im Internet zu stoppen
5. Internationale Bestimmungen umzusetzen und die Zusammenarbeit
zwischen den verschiedenen Akteuren zu verbessern
6. Mädchen beizubringen, wie sie sich schützen können
Laden Sie hier den Bericht "Städtische und digitale Welten: Mädchen in einem sich wandelnden Umfeld" als PDF-Dokument herunter:




