Gegen Kinderhandel auf den Philippinen
Kinderhandel ist eine der größten Kinderrechtsverletzungen auf den Philippinen: Jedes Jahr sind über 1000 Mädchen und Jungen davon betroffen. Plan unterstützt seit 2008 ein umfassendes Projekt in sieben Provinzen. Es klärt auf und unterstüzt befreite Kinder, in ein normales Leben zurückzukehren.Kinderhandel und Armut hängen eng zusammen. Die Mehrheit der betroffenen Mädchen und Jungen stammen aus armen Familien. Ihre Eltern besitzen oft nur wenig Schulbildung, sind vielfach arbeitslos oder arbeiten im Niedriglohnsektor. Viele Kinder müssen daher schon früh einen Beitrag zum Familieneinkommen leisten. So geraten sie oft an Menschenhändler, die sie in Haushalte, in die Sexindustrie oder in Fabriken vermitteln. Hier sind sie sexuellem und kommerziellem Missbrauch ausgesetzt und werden der Möglichkeit beraubt, in einem gesunden und sicheren Familienumfeld aufzuwachsen.
Plans Projekt
Um gegen den Handel mit Kindern und Frauen vorzugehen, engagiert sich Plan in sieben Provinzen des Landes für Aufklärung über Kinderhandel, für die Unter-stützung und den Schutz gehandelter Kinder und um deren Wiedereingliederung. Dazu werden in 174 Gemeinden die Bewohner zum Thema sensibilisiert und der Dialog mit Lokalpolitikern und Polizei gesucht, damit Gesetze gegen Menschenhändler angewandt werden.
Weiterhin werden vier bereits existierende Krisenzentren, in denen Betroffene vorübergehend untergebracht werden, ausgebaut. Zum Teil erhalten sie längerfristig Unterstützung, um z.B. ihre Schulausbildung abschließen zu können. In den Hafenstädten Liloan (Southern Leyte) and Allen Port (Northern Samar) wurden zwei "Helpdesks" eingerichtet, die befreiten Kindern und Frauen als erste Anlaufstelle dienen sowie der Information aller Reisenden über die Thematik.
Konferenz
Vom 19. – 21.7. fand in Baguio City auf den Philippinen die Konferenz "Women Resisting Crises and Wars" statt, auf der auch Plan Philippinen seine Arbeit präsentiert. Die Konferenz beschäftigte sich mit der Frage, wie Frauen die wirtschaftlichen und ökologischen Krisen der letzten Jahre bewältigt haben. Der Beitrag Plans zur Konferenz fand im Rahmen der "Because I am a Girl" - Kampagne statt und zeigt auf, welche Auswirkungen die Wirtschaftskrise auf Mädchen hat und wie wichtig es ist, in die Ausbildung von Mädchen zu investieren und ihnen bessere Zukunftschancen, insbesondere auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen. Eine jugendliche Teilnehmerin sprach für Plan über das Thema Kinderhandel.

