Bildungschancen für begabte Mädchen
Bildung ist der Schlüssel zur Bekämpfung der Armut - und wird vor allem Mädchen oft verwehrt. Plan fördert in Ghana begabte Mädchen über Stipendien. Sie können eine weiterführende Schule besuchen, studieren oder bekommen eine Berufsausbildung.Mädchen haben ein Recht auf Bildung. Sie verbessern damit ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt, doch nicht nur das: Sie werden seltener früh verheiratet, sind weniger gefährdet, wirtschaftlich ausgebeutet oder Opfer von Gewalt zu werden. Die Auswirkung auf die Familien: Gebildete Frauen investieren stärker in die Gesundheit ihrer Kinder, setzen sich für die Schulbildung ihrer Töchter und Söhne ein und gehen bewusster bei der Familienplanung vor. Und ihre Stellung innerhalb der Gesellschaft verbessert sich.
Voraussetzung für Entwicklung
Die Schirmherrin der Globalen Bildungskampagne, Prof. Dr. Gesine Schwan, hat wiederholt deutlich gemacht, dass "Bildung eine entscheidende Voraussetzung für Entwicklung und Demokratie ist." Dies gilt ganz besonders auch für die Förderung von Mädchen.
In Ghana waren 2006 nur knapp 34 Prozent Mädchen an Hochschulen eingeschrieben, während annähernd 89 Prozent von ihnen die Grundschule besuchten. Für die Grundschulbildung werden keine Gebühren erhoben, die Kosten für die universitäre Ausbildung dagegen sind in den letzten Jahren um das Dreifache gestiegen. Dies liegt vor allem daran, dass die Regierung 67 Prozent des Budgets für diesen Bereich in die Förderung der Grundschulbildung steckt. Alle weiteren Bildungseinrichtungen werden nur mit 23 Prozent unterstützt. Erschwerend hinzu kommen traditionelle Wertvorstellungen in den Familien: Mädchen gehen seltener auf weiterführende Schule, weil Jungen bei der Ausbildung bevorzugt werden.
Für begabte Mädchen
Plan hat in Ghana mit Geldern aus dem Mädchen-Fonds ein Stipendienprogramm eingerichtet. Damit werden 325 Mädchen aus ländlichen Gebieten gefördert: 200 Mädchen beenden in den nächsten drei Jahren die weiterführende Schule, 25 jungen Frauen wird der Universitätsbesuch ermöglicht und weitere 100 erhalten eine Berufsausbildung. Ausgewählt werden besonders begabte Mädchen aus Familien mit geringem Einkommen.
Finanziert werden Studien- oder Ausbildungsgebühren, notwendiger Schulmaterialien, Lebenshaltungskosten, Unterkunft und Verpflegung. Auch die Gebühren für die Abschlussprüfungen werden von dem Stipendium bezahlt. Mädchen, die sich zur Friseurin oder Automechanikerin ausbilden lassen, werden nach erfolgreichem Abschluss bei der Existenzgründung unterstützt.

