El Salvador: Reduzierung früher Schwangerschaften

Frühe Schwangerschaften führen in El Salvador zu einer gravierenden Ausgrenzung von Mädchen. Im nationalen Krankenhaus für Mütter waren 2005 knapp ein Drittel aller schwangeren Mädchen unter 19 Jahren.

78 Prozent dieser Teenager-Mütter brechen aufgrund sozialer Diskriminierung und Stigmatisierung die Schule ab. Viele dieser frühen Schwangerschaften sind nicht gewollt, sondern beruhen auf sexuellem Missbrauch der Mädchen. So hatten gemäß einer nationalen Erhebungen zur Gesundheit von Familien 2002/2003 33 Prozent der Mädchen unter 18 Jahren ihren ersten sexuellen Kontakt mit einem Mann über 25 Jahren.

Plan El Salvador will zu einer Reduzierung der frühen Schwangerschaften in 45 Gemeinden beitragen. 450 junge Mädchen sollen in ihren Rechten gestärkt und über geschlechtsspezifische Probleme informiert werden. In speziellen Zentren für Gewaltopfer sollen betroffene Mädchen psychologische Betreuung und Rechtsbeistand erhalten. Darüber hinaus sind Schulungen über Kinderrechte und die sozialen Folgen früher Schwangerschaften für die Verantwortlichen im Gesundheits-, Justiz- und Erziehungsbereich geplant, damit diese ihren Umgang mit Teenagemüttern verändern.

Mit den Familien soll diskutiert werden, wie sie die Mütter im Teenageralter unterstützen können - zum Beispiel dabei, einen Schulabschluss zu erlangen. Jugendliche sollen sich in Jugendgruppen organisieren, sich an Aufklärungskampagnen zur Verhinderung früher Schwangerschaften beteiligen und sich über Gender und verantwortungsbewusstes Sexualverhalten austauschen.
 

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