Mädchen kicken für ihre Rechte
Mädchen sind oft benachteiligt – auch in ihrer Freizeitgestaltung. Plan unterstützt deshalb vier Fußballprojekte für Mädchen in Brasilien, Ghana, Togo und Indonesien. Die Plan-Projekte geben ihnen die Möglichkeit, ihre Fußballbegeisterung in die Tat umzusetzen. Es wird aber nicht nur Fußball gespielt, die Mädchen setzen sich auch mit für sie wichtigen Themen wie HIV/Aids oder häusliche Gewalt auseinander.Stolze Kickerinnen
In Ghana initiierte ein Mädchen aus einem Kinderclub das Projekt. Inzwischen spielen mehr als 425 Nachwuchs-Kickerinnen aus 40 Gemeinden in insgesamt 25 Teams. Im westafrikanischen Togo entstehen in fünf Projektgebieten zehn Mädchen-Schulmannschaften. Ihr Ziel: Sie wollen eines Tages zum Team der besten Nachwuchsspielerinnen Togos gehören.
"Ich bin sehr stolz, wenn sie mich Fußballerin rufen", sagt ein 15-jähriges Mädchen. Ein Spiel der Mädchen-Mannschaften ist inzwischen eine Attraktion im Dorf und in der Region, auch Jungen und Männer honorieren den Einsatz der jungen Kickerinnen.
Die jungen Mannschaften werden von Plan mit Trikots, Schuhen, Bällen sowie Tor-Netzen ausgestattet und bekommen einen Trainer. Die Mädchen werden zudem über wichtige Fragen der Gesundheitsvorsorge und über die Bedeutung von Bildung informiert.
Mehr als nur Fußball spielen
Auch in Codó im Nordosten Brasiliens trainieren rund 600 Mädchen in Plan-Projekten. Die Fußballerinnen sprechen nicht nur über Abseits und Freistoß, sondern über Themen, mit denen viele früh konfrontiert sind: Kinderarbeit, Prostitution, sexueller Missbrauch, frühe Schwangerschaft und Gewalt. Gemeinsam suchen sie Lösungen für ihre Probleme.
"Ich würde später so gerne in der Nationalmannschaft spielen", beschreibt ein Mädchen seine Träume. Eine Plan-Mitarbeiterin erklärt, um das zu erreichen, müsse sie regelmäßig zur Schule gehen, an sich glauben und vor allem nicht früh schwanger werden. In den Projekten lernen die Mädchen auch ihre Rechte kennen und wie sie diese durchsetzen.
Dribbeln gegen Gewalt in Indonesien
Fußball ist die beliebteste Sportart Indonesiens. Die Alphabetisierungsrate ist in dem asiatischen Land vergleichsweise hoch. Physische und verbale Gewalt und die Bildung von Gangs an den Schulen stellen jedoch ein großes Problem dar. Ziel des Projekts in Indonesien ist es, durch die Förderung des Fußballsports für Mädchen, die Gewalt an 15 Schulen in Jakarta zu reduzieren.
Dazu gehören neben Fußball-Training und Workshops auch die Erstellung einer Broschüre und eines Web-basierten Netzwerkes zum Thema, in dem sich Kinder und Jugendliche austauschen können. Das Projekt dient als Modell für andere Schulen und die Bildungsbehörde.
Unterstützung von einer Weltmeisterin
Weltmeisterin Sonja Fuss hat die Schirmherrschaft für diese Projekte übernommen. "Ich unterstütze die Mädchen-Fußballprojekte von Plan, weil dieser Mannschaftssport Werte wie Respekt, Teamfähigkeit, Selbstbewusstsein vermittelt, die dazu beitragen, dass sich die jungen Spielerinnen in ihrer Gesellschaft besser positionieren können", sagt die mehrmalige Welt- und Europameisterin.
Die Schirmfrau zeigt sich überzeugt: "Das Vermitteln von sozialen und emotionalen Aspekten wie zum Beispiel Nächstenliebe, Fairness, Aufrichtigkeit und Verantwortung geben nicht nur den betroffenen Mädchen Stärke für ihre eigene Zukunft, sondern vielleicht einer ganzen Familie, einem ganzen Dorf oder auch einem Land."
Weitere Informationen und Stories lesen Sie auf Plans Fußballblog.
Den aktuellen Projektbericht zum Thema "Mädchenfußball" können Sie sich hier ansehen und herunterladen -> "Mädchenfußball"

