Bessere Chancen für Mädchen

Mädchen und junge Frauen sind von Geburt an oftmals stärker benachteiligt als Jungen und haben schlechtere Entwicklungschancen. Der Mädchen-Fonds finanziert Projekte zur Förderung gleicher Chancen und Rechte für Mädchen und Jungen in Plans 50 Programmländern.

Gesellschaftliche und kulturelle Traditionen sowie die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen verhindern oft, dass Mädchen und Jungen gleichberechtigt aufwachsen können. Studien der Vereinten Nationen haben wiederholt gezeigt, dass die Diskriminierung von Mädchen und Frauen nicht nur immense Nachteile für sie persönlich besitzt, sondern auch den sozialen, politischen und wirtschaftlichen Fortschritt eines Landes nachhaltig beeinträchtigt.

 

Mädchen stärken heißt Gesellschaften stärken

Gebildete Mädchen sind weniger gefährdet, wirtschaftlich ausgebeutet oder Opfer von Kinderhandel und Gewalt zu werden. Ein zusätzliches Schuljahr erhöht die Einkommen der Mädchen um zehn bis 20 Prozent  und ist ein bedeutender Schritt, um den Kreislauf der Armut zu durchbrechen. Erfahrungsgemäß nutzen gebildete Frauen eher die Angebote von Gesundheitszentren, lassen ihre Kinder häufiger medizinisch untersuchen und halten hygienische Grundregeln eher ein. Der Zugang zu Wissen über Gesundheitsvorsorge, Sexualität, Schwangerschaft und Geburt reduziert die Kinder- und Müttersterblichkeit. Das Sterblichkeitsrisiko von Kindern unter fünf Jahren sinkt mit jedem zusätzlichem Schuljahr der Mutter um fünf bis zehn Prozent.

 

Mädchen fördern heißt Gleichberechtigung erreichen

Plan setzt sich über den Mädchen-Fonds dafür ein, Mädchen neue Perspektiven zu geben, die herkömmlichen Wertvorstellungen und Normen aufzubrechen und Handlungsspielräume zu schaffen. So sollen Benachteiligungen abgebaut und die Gleichberechtigung gefördert werden. Jungen und Männer hierbei aktiv einzubeziehen, ist eine wesentliche Voraussetzung für den Abbau geschlechtsspezifischer Diskriminierung. Über Projekte des Mädchen-Fonds erhalten Mädchen und Jungen den gleichen Zugang zu Gesundheit, Bildung und gesellschaftlicher Mitsprache. Die Projekte tragen dazu bei, spezifische Kinderrechtsverletzungen von Mädchen zu beenden.