Mädchen haben Rechte

Mädchen erleiden deutlich mehr Kinderrechtsverletzungen als Jungen. Zwangsverheiratungen, Teenagerschwangerschaften oder Mädchenhandel sind nur einige Beispiele dafür. Plan setzt sich mit speziellen Projekten für die Gleichberechtigung von Mädchen ein und hilft ihnen, ihre Rechte wahrzunehmen.

Manchmal fängt Diskriminierung schon vor der Geburt an. So lassen schwangere Frauen in Indien und China häufig das Geschlecht des Fötus bestimmen und treiben es ab, wenn es ein Mädchen ist. Millionen Mädchen müssen weltweit gegen ihren Willen und vor ihrer Volljährigkeit Männer heiraten, die ihre Eltern für sie ausgewählt haben. Folglich werden viele im Teenageralter selber Mütter. Bekommen aber Mädchen zwischen zehn und 14 Jahren ihr erstes Kind, ist die Müttersterblichkeit fünfmal höher als bei erwachsenen Frauen. Ihre Körper sind noch nicht ausgereift, so dass es zu schweren Komplikationen bei Schwangerschaft und Geburt kommen kann.

Mit Projekten wie den folgenden engagiert sich Plan über den Mädchen-Fonds gegen Kinderrechtsverletzungen und macht Mädchen stark:

Ägypten: Bildung statt Frühverheiratung



Offiziell dürfen Mädchen in Ägypten erst mit 18 Jahren eine Ehe eingehen – doch viele werden weit früher verheiratet und brechen ihre Schulbildung ab. Plan setzt sich mit diesem Projekt dafür ein, dass Mädchen ihre Zukunft selbstbestimmt gestalten können.

Kolumbien: Lernen ohne Angst



Gewalt und Diskriminierung gehören in Kolumbien zum Schulalltag vieler Mädchen. Viele brechen deshalb die Schule ab. Plan klärt Mädchen über ihre Rechte auf, ermutigt sie, sich zur Wehr zu setzen und stellt ihnen Hilfe zur Seite. Zudem werden Lehrkräfte, Eltern und Schülerinnen und Schüler im gewaltfreien Umgang miteinander trainiert.