"Feuer und Flamme für das Projekt"
Begeistert übernahm Sonja Fuss die Schirmherrschaft für das Mädchen-Fußballprojekt von Plan. Die Fußballnationalspielerin reiste nach Ghana, um sich Projekte vor Ort anzuschauen und mit jungen Spielerinnen zu sprechen. Ihre Eindrücke schildert sie im Interview mit Nathalie Klüver.Wie kam es, dass Sie die Schirmherrschaft für die Mädchen-Fußball-Projekte übernahmen?
Sonja Fuss: Nach unserem WM-Sieg in China trat Plan Deutschland an mich heran, ob das Mädchen-Fußballprojekt nicht eine interessante Sache wäre. Ich war von Anfang an Feuer und Flamme für das Projekt.
Was hat Sie besonders begeistert?
Sonja Fuss: Ich bin überzeugt, dass die Mädchen durch das Projekt nur gewinnen können. Sie erarbeiten sich Anerkennung in ihrem Umfeld, stärken ihr Selbstbewusstsein, lernen Teamgeist und entwickeln neue Ziele. Und Träume, für die es sich zu kämpfen lohnt.
Sie sind nach Ghana gereist, um sich dort selbst von dem Projekt zu überzeugen und mit den jungen Fußballerinnen zu sprechen. Wie war das für Sie?
Sonja Fuss: Am Anfang kam es mir alles vor wie ein Dokumentationsfilm, bei dem ich nur Zuschauer bin. Ich war überladen von den fantastischen und beeindruckenden Bildern. Und von dem, was in Ghana passiert, was das Fußballprojekt bewirkt, was sich dort mit Hilfe von Plan entwickelt hat, bin ich tief bewegt.
Wie war es für Sie, die Mädchen Fußballspielen zu sehen. zu sehen, wie Sie für ihren Traum kämpfen?
Sonja Fuss: Es war ein umwerfendes Erlebnis. Umwerfend, weil so viel mehr dahinter steckt. Es ist nicht nur ein Fußballspiel, sondern es sind Schicksale, Menschen und Einstellungen, die sich durch das Projekt verändern. Es berührt mich, dass so hautnah mitzuerleben.
Zwischen Frauenfußball in Deutschland und Ghana besteht sicher ein großer Unterschied?
Sonja Fuss: Ja, klar. In Deutschland steht mit dem DFB einer der reichsten Verbände der Welt hinter der Entwicklung - und in Ghana steckt alles noch in den Kinderschuhen.
Und hat Sie dennoch sichtlich begeistert...
Sonja Fuss: Ja! Ich bin fasziniert davon, wie sehr mich die Menschen mit ihrer stolzen, freudigen und dankbaren Art so schnell in ihren Bann gezogen haben.
Interview: Nathalie Klüver

