Bildungschancen für Mädchen
"Ein Mädchen zur Schule schicken, bedeutet (…) eine ganze Familie zu bilden. Und was für Familien gilt, gilt für Gemeinschaften und letztlich für ganze Nationen", Kofi Annan, der frühere UN-Generalsekretär.
Bildung für Mädchen und die Chancengleichheit der Geschlechter spielen eine Schlüsselrolle in den Millenniumsentwicklungszielen der Vereinten Nationen: Bis zum Jahr 2015 sollen auf allen Bildungsebenen die Ungerechtigkeiten zwischen Mädchen und Jungen abgebaut sein.
Tatsächlich hat sich in den vergangenen 15 Jahren eine Menge getan – mehr Mädchen als je zuvor haben heute Zugang zu Grundbildung. Trotz dieser Fortschritte bestehen jedoch weiterhin Ungleichheiten, vor allem im Sekundarschulwesen. Nach wie vor haben weniger Mädchen als Jungen die Möglichkeit, eine weiterführende Schule zu besuchen. In Äthiopien, Benin, der Elfenbeinküste, Guinea, Mali und Togo besuchen nur 60 Mädchen pro 100 Jungen die weiterführende Schule (Weltbank 2008, Gender Equity in Junior and Senior Secondary Education in Sub-Saharan Africa).
Der Zugang zu Bildung wird durch existierende Wertvorstellungen und Traditionen wie die frühe Verheiratung von Mädchen erschwert. In vielen Ländern wird der Bildung von Mädchen nur eine geringe Bedeutung beigemessen. Eltern ziehen deshalb meist immer noch ihre Söhne vor, wenn es darum geht, einem ihrer Kinder eine Schul- oder Berufsausbildung zu ermöglichen. Von Mädchen hingegen wird weiterhin erwartet, dass sie häusliche Pflichten übernehmen.
Plan setzt sich in seinen 50 Partnerländern mit unterschiedlichen Programmen dafür ein, dass Mädchen die gleichen Bildungschancen wie Jungen bekommen, zum Beispiel durch folgende Projekte: