Äthiopien
Hunger in Ostafrika erreicht Plan-Programmgebiete
Ein Vierteljahr lang gab es im Osten Afrikas keinen Regen – in Folge der Dürre fiel die Ernte aus,Nutztiere sterben und eine Hungersnot breitet sich aus. Betroffen davon sind auch Plan-Programmgebiete in Kenia und Äthiopien.
Lage in Kenia
Im Norden Kenias sind 3,5 Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. In dem ostafrikanischen Land arbeitet Plan International in zehn Distrikten. Von der Hungersnot betroffen sind die Programmgebiete Tharaka, Kilifi, Kwale und Machakos. Das Kinderhilfswerk vergibt dort Lebensmittelrationen an Schulkinder sowie Saatgut für die kommende Saison.
Die Situation in Kenia zwingt viele Menschen dazu, mit ihren letzten Vorräten auch das Saatgut für den nächsten Anbau zu verbrauchen. Andere veräußern Hab und Gut, denn die Preise für Getreide haben sich verdoppelt. Zudem ist der Markt für Nutztiere zusammengebrochen. Zahlreiche Rinder, Ziegen und Esel sind bereits verdurstet, da viele Brunnen und Wasserstellen versiegen.
Die langfristigen Projekte von Plan Kenia konzentrieren sich auf die absolut ärmsten Haushalte in den ländlichen Gebieten. Bauern und Gemeinderäte werden darin gestärkt, die Produktivität ihrer landwirtschaftlichen Erzeugnisse zu erhöhen und neue Einkommensquellen zu finden.
Lage in Äthiopien
Die Plan-Programmgebiete in Äthiopien sind zwar von der Nahrungsmittelknappheit betroffen, allerdings ist die Situation dort überschaubar. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass die Maßnahmen der Regierung ausreichen. Sollte ein zusätzlicher Bedarf entstehen, verfügt Plan Äthiopien über genügend Ressourcen, um rasch reagieren zu können. Das Plan-Team wird Soforthilfe leisten, sollte sich die Situation verschlimmern.
