- Für Paten
- Patengalerie
- Besuche
- Kampagnen
- Prominente helfen
- Aktionsgruppen
- Für Schulen
- Interaktiv
- Anzeigen
- Plan sagt Danke
Tim Bergmann
Schon als Siebenjähriger wollte Tim Bergmann Schauspieler werden. Der bekannte Filmdarsteller aus München ist in jeder Hinsicht sehr engagiert. Zusammen mit seiner Frau Johanna Richter ist er Pate eines siebenjährigen Mädchens in Kamerun und eines neunjährigen Jungen in Indien.Wann war für Sie klar, dass Sie Schauspieler werden?
Im Alter von etwa sieben Jahren haben mich meine Eltern in eine Vorstellung vom Düsseldorfer Schauspielhaus ("Nathan der Weise") mitgenommen. Ich wusste sofort, dass ich nicht Teil des Publikum sein, sondern mit auf die Bühne wollte. Bis dahin hatte ich nur Kinder- und Jugendtheatervorstellungen besucht, das "Erwachsenentheater" jedoch hatte dann doch einen anderen Reiz, und zog mich magisch an. Von diesem Moment an gab es nie eine berufliche Alternative.
Welche Rollen haben es Ihnen besonders angetan?
Das lässt sich schwer sagen. Ich versuche vor allem, verschiede Charaktere in verschiedenen Genres glaubhaft und wahrhaftig zu spielen. Bisher hatte ich das Glück, sehr abwechslungsreiche Angebote zu bekommen.
Wichtig sind natürlich auch der Regisseur und die Kollegen. Die Rolle kann noch so gut sein, wenn das Team und das Umfeld jedoch nicht stimmen, und es somit zu keiner wirklichen Zusammenarbeit kommt, entsteht am Ende vielleicht eine ganz gute "Solonummer"- interessieren tut mich dies aber generell nicht.
Bekannt sind Sie vor allem als Filmdarsteller. Zieht es Sie auch zum Theater?
Ich habe es in größeren Abständen immer wieder geschafft, zum Theater "zurückzukehren". Die Projekte waren dann aber sehr individuell, jenseits vom normalen Stadttheaterbetrieb entstanden, und somit umso reizvoller. Zurzeit arbeite ich zum Beispiel mit einem Kollegen an einem Gesangsabend, und ein Tanztheater ist auch in Planung.
Vor der Kamera – oder auf der Bühne – was macht für Sie den Unterschied?
Die Umstände sind natürlich sehr unterschiedlich. Und dann ist es einfach etwas ganz anderes, ein Publikum bis in die letzte Reihe zu erreichen, oder sehr intim mit der Kamera zu spielen. Ich gehe aber an beide Formen mit der Sehnsucht nach Wahrhaftigkeit heran, so das der Zuschauer im besten Fall das Gefühl hat, er hat es mit einem wirklichen Menschen zu tun. Das zurzeit sehr verbreitete "Figuren aus der Distanz vorführen" interessiert mich überhaupt nicht.
In welcher Produktion werden Sie demnächst zu sehen sein?
Allein aus dem letzten Jahr sind noch fünf Produktionen nicht veröffentlicht. Darunter auch ein vielversprechender Debüt-Kinofilm "Saša" von Dennis Todorovic.
Was machen Sie, wenn Sie nicht arbeiten?
Meine freie Zeit verbringe ich gerne auch mit meinen Freunden, die, wenn ich arbeite meistens zu kurz kommen. Ansonsten bewege ich mich leidenschaftlich gerne in der Natur, was in und um München besonders gut geht. Stadt und Umgebung sind einfach einzigartig.
Sie haben die Patenschaft für die siebenjährige Henriette in Kamerun übernommen. Wie sind Sie auf Plan gekommen?
Meine Frau Johanna Richter ist seit Jahren schon Patin von Jatindra, einem neunjährigen Jungen in Indien, mit dem wir regelmäßig Briefe austauschen. Schon seit längerem wollten wir eine zweite Patenschaft übernehmen. Hierbei hat uns vor allem das Schicksal junger Mädchen berührt. Inspiriert für Plan wurden wir im Jahr 2002 durch den Film "About Schmidt" mit Jack Nicholson. Der Briefverkehr zwischen diesem kauzigen Rentner in Amerika und seinem Patenkind in Afrika blieb uns unvergesslich.
Im Dezember 2009 hielt Tim Bergmann in München zusammen mit seiner Schauspielkollegin Jule Ronstedt eine Märchenlesung zugunsten des Mädchenfonds.

