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Friedrich von Thun
Er ist Schauspieler mit Leib und Seele - und überzeugter Pate. 1994 übernahm Friedrich von Thun seine erste Patenschaft bei Plan. Songkiat aus Thailand ist mittlerweile volljährig. Seit 2005 ist Friedrich von Thun Pate für Va aus Kambodscha.
Mit Asien fühlt sich der Schauspieler besonders verbunden: "Dreharbeiten haben mich nach Laos, Kambodscha und Thailand geführt. Die Begegnungen mit den Menschen dort haben mich berührt. Als ich schließlich über Freunde auf Plan stieß, war klar, dass ich die Patenschaft für ein Kind in Asien zu übernehmen würde. Meinem Patenkind wünsche ich, dass es lernen kann, soviel es möchte. Es soll Chancen ergreifen können, die sich ihm bieten und versuchen, vor allem das zu tun, was einen zufrieden macht."
Herr von Thun, wie wurden Sie Schauspieler?
Schon als Schüler spielte ich mit großer Begeisterung in einer Theatergruppe. Meine Eltern wollten, dass ich einen "vernünftigen" Beruf ergreife, mich aber zog es zum Theater. So studierte ich Germanistik und Theaterwissenschaft und nahm nebenbei privaten Schauspielunterricht. Über die Theaterarbeit gelang ich schließlich zum Film.
Welche Filmrolle gefiel Ihnen besonders gut?
Große Herausforderung und Wendepunkt meiner Schauspiellaufbahn war die Verfilmung der Werfel-Novelle: "Eine blassblaue Frauenschrift", ein sehr ernsthafter Film, der auch (mit dem Große Preis vom Fernsehfestival Monte Carlo) ausgezeichnet wurde. Die Figur des "Leonida Tachezy" war für mich äußerst reizvoll. Ich spielte einen Mann aus kleinen Verhältnissen, der in Wien vor dem Nazi-Anschluss ein Doppelleben zwischen Ehefrau und jüdischer Geliebter führte.
Planen Sie Ihren Ruhestand?
Ich habe einen Beruf, der nie aufhört. Der immer interessant bleibt. Solange mein Gehirn voll funktioniert, wird es für mich keinen Ruhestand geben. Ich bin Freiberufler, da geht man eh nicht mit 65 in Rente.
Ihre Patenkinder kommen aus Kambodscha und Thailand? Haben Sie einen besonderen Bezug zu Asien?
Asien liegt mir nahe, die Menschen dort sind mir sympathisch. Meine Frau und ich sind häufig und gerne in asiatischen Ländern. Dreharbeiten haben mich nach Laos, Kambodscha und Thailand geführt. Die Begegnungen mit den Menschen dort haben mich berührt. Als ich schließlich über Freunde auf Plan stieß und auf Dorothea Licht von der Plan Aktionsgruppe in München, war klar, dass ich die Patenschaft für ein Kind in Asien zu übernehmen würde.
Könnten Sie sich vorstellen, Ihr Patenkind zu besuchen?
Darüber haben wir auch schon nachgedacht, sehen aber einen Besuch mit sehr gemischten Gefühlen. Wie würde unter Patenkind damit umgehen, wenn wir dort plötzlich auftauchen und dann wieder auf Distanz gehen? Wir würden eine Nähe herstellen, die wir nicht einhalten könnten. Wie geht das mit jemandem, der großzügig Geschenke verteilt? So ein großer guter Onkel bin ich nicht.
Was ist Ihr Lebensmotto - vielleicht auch für Ihr Patenkind?
Das lässt sich wahrscheinlich nicht so einfach auf mein Patenkind und seine Lebensbedingungen übertragen, aber grundsätzlich würde ich sagen: Lernen, soviel es geht. Chancen ergreifen, die sich bieten und versuchen, vor allem das zu tun, was einen zufrieden macht.

