Christian Danner

Er ist vielleicht der schnellste Pate: Motorsportprofi Christian Danner, Europameister bei der Formel-3000-Europameisterschaft, fünfmaliger Gewinner der DTM-Rennen, heute Moderator und Formel-1-Experte beim Fernsehen. Der Münchner ist Pate der siebenjährigen Sobeyda aus Nicaragua und der zehnjährigen Manjamma aus Indien.

Herr Danner, wie begann Ihre Leidenschaft für den Motorsport?

 

Sie war immer schon da.  Das stand für mich fest, als ich zehn Jahre alt war. Ich bin Rennfahrer aus Leidenschaft, vom Motorsport besessen. Das Thema lässt mich nicht los, auch wenn ich nun selbst nicht mehr aktiv bin. Als Co-Kommentator und Formel-1-Experte bei RTL und VOX bleibe ich am Ball. Sie gelten als sehr besonnener Fahrer.

 

Wie behalten Sie die Nerven?

 

Veranlagung, Erfahrung. Im Laufe der Zeit wächst man da hinein, beginnt zu reflektieren und den Motorsport aus verschiedenen Blickwinkeln zu sehen. Immerhin bin ich schon 30 Jahre dabei. Ich brauche den Adrenalinstoß. Ansonsten plädiere ich für Gelassenheit hinterm Steuer. Merkwürdigerweise habe ich als Beifahrer bei normalen Autofahrten oft das Gefühl, dass der andere zu schnell fährt.  


Sie sind Pate von zwei Mädchen - Zufall oder Absicht?

 

Das war eine bewusste Entscheidung. Mädchen sind in den meisten Ländern benachteiligt, mehr noch als Jungen. Ich hatte von der Plan-Mädchenkampagne gehört - und von den Bildungsprojekten. Da war für mich klar, dass ich die Patenschaft für ein Mädchen übernehme. Nun sind es zwei: Sobeyda aus Nicaragua und Manjamma aus Indien.  

 

Haben sie einen besonderen Bezug zu Nicaragua und zu Indien?

 

Mittelamerika hat mich schon immer fasziniert. Für Nicaragua habe ich mich schon früher engagiert. Zu Indien habe ich keinen konkreten Bezug. Aber mir ist die große Flutkatastrophe noch im Gedächtnis, und so habe ich mich für ein weiteres Patenkind aus einem betroffenen Land entschieden.


Halten Sie Kontakt zu Sobeyda und Manjamma?

 

Ja, es gingen schon ein paar Briefe hin und her. Ich habe den Mädchen Fotos mitgeschickt – von den Tieren hier - und von meinem Hund. So können sie sich besser vorstellen, wie es bei uns in Deutschland aussieht. Bisher gab es für mich noch keine Gelegenheit, die Mädchen zu besuchen. Sind ja Gegenden, in denen es keine Rennstrecken gibt. Einen Besuch kann ich mir aber durchaus vorstellen. Warum nicht.   

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